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Von – 1. Oktober 2011

Flöte und Mozart zum Zehnjährigen

Jubiläumskonzert der Frankfurter Solisten in Cantate Domino

Ein mitreißendes Jubiläumskonzert mit pikanter Programmzusammenstellung: Die Frankfurter Solisten in der Kirche Cantate Domino. Foto: Rolf Oeser

Es war der Höhepunkt einer Vielzahl von musikalischen Veranstaltungen, angefangen bei Wiener Musik über Chormusik und Swing. Die Frankfurter Solisten, einziges Kammerorchester der Stadt in dieser spezifischen Besetzung, sind seit zehn Jahren ein festes Ensemble und das einzige professionelle Kammerorchester im Rhein-Main-Gebiet. Zu seinen Charakteristika gehört – wie der Namen es sagt – dass einzelne Ensemblemitglieder auch solistisch auftreten.

Das Orchester gab ein mitreißendes Jubiläumskonzert in der Kirche Cantate Domino in der Nordweststadt – wo sie regelmäßig vier Mal im Jahr auftreten. Auf dem Programm stand zunächst ein Werk, das man nicht allzu oft hört: Domenico Cimarosas (1749 bis 1801, vor allem durch Opern bekannt gewordener italiensicher Komponist) Konzert für zwei Flöten und Orchester G-Dur. Vladislav Brunner Senior und Sebastian Wittiber, jeweils Solisten an der Flöte, brillierten dabei durch große Gelenkigkeit der Finger und durch ein überaus kontrolliertes Zusammenspiel von Atem und Lippenformung, das ihnen eine präzise und runde Tongebung auch in den heiklen hohen Lagen ermöglichte.

Der Klangkörper war unter der konzentrierten Leitung von Vladislav Brunner Junior ein entscheidender Impulsgeber, was die harmonische Feinabstimmung und die klangfarbliche Gestaltung der Komposition betraf. Etwas pikant war die Zusammenstellung des Programms, denn es ist überliefert, dass Wolfgang Amadeus Mozart nicht unbedingt ein Freund der Flöte war. „Ein Instrument, das ich nicht leiden kann“, soll das Salzburger Genie einmal gesagt haben.

Dennoch gehörte der zweite Teil des Abends der berühmten Haffner-Serenade aus der Feder Mozarts. Mit hörbarer Lust und großer Effizienz im klanglichen Detail interpretierte das Orchester dieses beliebte Werk. Diese achtsätzige Serenade ist Mozarts umfangreichste und mit 13 Instrumenten auch am stärksten besetzte Serenade. Er schrieb sie 1776 für den Polterabend von Franz Xaver Anton Späth und seiner Braut Maria Elisabeth Haffner, der Tochter des Salzburger Bürgermeisters Sigmund Haffner. Hervorzuheben in der Interpretation der Frankfurter Solisten ist das Hauptthema des ersten Satzes im Unisono der Streicher und Holzbläser mit einem Ambitus von zweieinhalb Oktaven und das Trio nach dem g-Moll-Menuett, in dem die Solo-Violine nur von Bläsern begleitet wird.

Mit diesen Konzerten gelang es den meist ehrenamlichen Gestaltern bestens gelungen, ein professionelles Musikfestival auf die Beine zu stellen.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Oktober 2011 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe .

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