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Von – 28. November 2011

Frankfurts evangelische Kirchen im Wandel der Zeit

Vor den fünf Chorfenstern von Hans-Heinrich Adam in der Heiliggeistkirche am Dominikanerkloster sitzen die Autoren, beide Ruheständler, Pfarrer Joachim Proescholdt und Oberkirchenrat Jürgen Telschow. „Wir sind von der Heilsgeschichte umgeben“, merkt Proescholdt an, „der Raum lebt nur von diesen Fenstern“. Die Sonne leuchtet durch das bunte Glas und erhellt den Innenraum der Kirche. So wie sie es auch in ihrem Buch beschreiben.

„Frankfurts evangelische Kirchen im Wandel der Zeit“ portraitiert auf 417 Seiten 96 Kirchen und Gemeindezentren. Darunter befinden sich auch 29 Gebäude, die heute nicht mehr existieren, wie die 1944 durch Bomben zerstörte französisch-reformierte Kirche am Goetheplatz, die 1966 abgerissene Peterskirche in Seckbach oder die 2004 abgerissene Heilandskirche in Bornheim. Die Portraits enthalten Vor- und Baugeschichte, Beschreibungen der Räume und Kunstgegenstände sowie eine Aufstellung ihrer Orgeln und Glocken. Historische und neue Abbildungen – insgesamt 500 Fotos – machen Entwicklungen sichtbar.

Proescholdt schildert, wie die Idee zu diesem Buch entstand: Der Rückgang der Mitgliederzahlen stellt die evangelische Kirche schon länger vor die Frage, wie es mit der Vielzahl an Kirchengebäuden weitergehen soll: Selbst finanzieren, verkaufen, vermieten, abreißen? Telschow ist Jurist und Kirchenhistoriker und hat also den notwendigen Überblick über sämtliche Kirchengebäude. Proescholdt kennt als „alter Frankfurter“ die meisten von ihnen sowie ihre Geschichte aus eigenem Erleben.

Unterstützung bei der Zusammenstellung des Informations- und Bildmaterials erhielten sie vom Archiv des Evangelischen Regionalverbandes und vom Institut für Stadtgeschichte. Es existiere, so Telschow, in der Gegenwart kaum noch ein Wissen um die Architekten und Künstler, die die Kirchen und Gemeindehäuser geplant und entworfen haben. Es gebe zum Beispiel keine zentrale Erfassung für Orgeln und Glocken und ihre Erbauer. Daher bilden auch die architektonischen und künstlerischen Strömungen den Schwerpunkt des Werkes.

Vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart werden Kirchen-, Stadt- und Kulturgeschichte miteinander verbunden. Entstanden ist ein einzigartiges Kompendium, freut sich Verlagsleiter René Heinen vom Societäts-Verlag. Auf Anmerkungen wurde weitgehend verzichtet, stattdessen gibt es eine Literaturliste sowie Hinweise auf Internetseiten der Gemeinden, auf denen mehr zu erfahren ist.

Joachim Proescholdt, Jürgen Telschow: Frankfurts evangelische Kirchen im Wandel der Zeit. Societäts-Verlag Frankfurt, 2011, 29,90 Euro.

„Evangelisches Frankfurt“ verlost drei Exemplare des Buches. Bei Interesse einfach Mail, Fax oder Postkarte schicken, Adressen im Impressum. Nachtrag Februar 2012: Gewonnen haben Familie Schröder, Agnes Hohnhaus sowie Carmen und Markus Becker.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 28. November 2011 in der Rubrik Bücher & Filme, Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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