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Von – 12. Februar 2012

Ein Wechsel an der Spitze

Klaus Maier neuer Leiter des Frankfurter Kirchenparlaments

Klaus Maier leitet seit Dezember die Evangelische Regionalversammlung, das Frankfurter Kirchenparlament. Foto: Rolf Oeser

Neuerdings ist Klaus Maier oft im Dominikanerkloster am Börneplatz anzutreffen, dem Sitz des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt. Ein bis zwei Sitzungen die Woche und viele persönliche Gesprächstermine dort stehen im Kalender des 49 Jahre alten Juristen. Die Evangelische Regionalversammlung, das Frankfurter Kirchenparlament, hat ihn im Dezember zu seinem Leiter gewählt. Das bedeutet aber nicht, dass Maier bloß die Sitzungen leitet. Das Parlament, in das alle Gemeinden und Dekanate Delegierte entsenden, trifft sich nur drei Mal im Jahr, und die Delegierten machen das ehrenamtlich. Der – ebenfalls ehrenamtliche – Versammlungsleiter hat daher zwischendurch viel zu tun.

„Die Versammlungsleitung legt die Tagesordnung für die Parlamentssitzungen fest und nimmt an den Sitzungen des Vorstandes und der Ausschüsse teil. Da gibt es viel Abstimmungsbedarf“, erläutert Maier. Das alles macht er natürlich nicht allein, die Versammlungsleitung ist ein fünfköpfiges Team. Dem gehört Maier schon seit den Wahlen Ende 2009 an, doch nun übernahm er den Vorsitz, nachdem sein Vorgänger Albrecht Küstermann aus beruflichen Gründen zurückgetreten war. „Wir haben im Prinzip nur die Plätze getauscht“, sagt Maier. Vom Beisitzer zum Vorsitzenden und andersrum.

Im Hauptberuf ist Klaus Maier Richter am Oberlandesgericht und beschäftigt sich dort mit Berufungsprozessen in Zivilstreitigkeiten zwischen Unternehmen. Privat singt er im Kirchenchor – in Offenbach, wo er zunächst gewohnt hat, als er vor 15 Jahren wieder in die Nähe von Frankfurt gezogen ist. „Meine Eltern sind aktive evangelische Christen“, erzählt Maier, schon der Vater war Kirchenvorsteher, und die Schwester ist Pfarrerin. Er selbst hatte zeitweise auch mal ein eher distanziertes Verhältnis zur Kirche. Doch als er nach Offenbach kam und dort erst einmal niemanden kannte, entschied er sich für den Kirchenchor – nicht nur zum Singen, sondern auch zum Kontakte Knüpfen.

Inzwischen lebt Maier in Sachsenhausen und ist dort im Kirchenvorstand der Dreikönigsgemeinde, macht Küsterdienst und engagiert sich im Altenbesuchsdienst. Ihm gefällt der Schwerpunkt, der in der Gemeinde auf die Kirchenmusik gelegt wird. Überhaupt sieht er hier einen großen Vorteil der Kirche in der Großstadt: „Wir können eine Vielfalt anbieten, weil wir Ressourcen für ganz unterschiedliche Dinge haben.“ Die einen bevorzugen Gemeinden mit einer besonders frommen Ausrichtung, anderen ist diakonische Arbeit wichtig, oder sie lieben Kultur und Musik. „In Frankfurt gibt es für alle etwas.“ Deshalb befürwortet Maier auch Gemeindezusammenschlüsse, denn „größere Einheiten können vielfältiger in ihrem Angebot sein“.

Unterschiedliche Formen des Gottesdienstes hält er ebenfalls für wichtig. Er selbst zieht die traditionelle Form mit fester Liturgie vor, „da muss man sich nicht jeden Sonntag überlegen, wie es nun heute wieder geht.“ Aber für Jugendliche oder auch für weniger eng verbundene Kirchenmitglieder seien andere Formen der Verkündigung sinnvoll.

Neben seinem kirchlichen Engagement ist Maier auch Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Frankfurt und des Arbeitskreises christlich-demokratischer Juristen. Ob er all diese Ämter auf Dauer weiterführt, will er sich noch überlegen.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 12. Februar 2012 in der Rubrik Menschen, erschienen in der Ausgabe .

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Dr. Antje Schrupp ist geschäftsführende Redakteurin von Evangelisches Frankfurt. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin bloggt auch unter www.antjeschrupp.com.

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