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Von – 22. April 2012

Neues Trägermodell für evangelische Kitas

Für die evangelischen Kindertagesstätten in Frankfurt ist jetzt ein neues Trägermodell möglich: Dabei sind die Gemeinden weiterhin Träger der Einrichtungen und gestalten Religionspädagogik, Konzeption und Organisation, während das Diakonische Werk die Verantwortung für das Personal übernimmt.

Es handelt sich bei dem Modell, das vom Diakonischen Werk für Frankfurt und den Kirchenvorständen gemeinsam erarbeitet wurde, um ein Angebot, das Gemeinden auf Wunsch wählen können. In vier Frankfurter Kitas wird es bereits praktiziert, eine weitere Gemeinde hat es beschlossen.

Gute Erfahrungen auf dem Riedberg

Eine der Gemeinden, die gute Erfahrungen mit dem Modell macht, ist die Riedberggemeinde. Seit eineinhalb Jahren ist die dortige Kita auf der Ginsterhöhe in Betrieb und beherbergt mittlerweile 82 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren. Es gibt vier Gruppen für die Krabbelkinder, zwei für die größeren. 16 Pädagoginnen und eine Praktikantin arbeiten dort, außerdem eine Hauswirtschafterin und ein Hausmeister.

Bei der Inbetriebnahme der Kita am Riedberg: Frankfurts frühere Bildungsdezernentin und Bürgermeisterin Jutta Ebeling im Gespräch mit der Kita-Leiterin Kirstin Hirschfeldt von Slatow und Dorothea Calliebe-Winter vom Diakonischen Werk für Frankfurt (von links nach rechts).

„Es ist gerade für uns als junge Gemeinde eine große Entlastung, dass wir nicht selber Arbeitgeber sind“, sagt die Vorsitzende des Kirchenvorstands, Ulrike Naumann. Die Auswahl von Fachkräften, Fortbildung, Personalführung und -entwicklung ist ein arbeitsintensives Geschäft.

Relevante Entscheidungen würden gemeinsam und einvernehmlich getroffen, im so genannten Trägerausschuss, der einmal pro Monat tagt, so Naumann. Zu ihm gehören eine Vertreterin des Diakonischen Werkes, zwei aus der Gemeinde sowie die Kita-Leiterin. „Dass wir als Gemeinde bei allen Fragen ein Mitspracherecht haben, war uns sehr wichtig“, betont Naumann.

Das Modell vereine zwei Stärken, die evangelische Kitas ausmachen, sagt Kurt-Helmuth Eimuth, der beim Diakonischen Werk für Frankfurt den Bereich Kindertagesstätten leitet: „Ein professionelles Personalmanagement und die Kita vor Ort mit ihrem eigenen evangelischen Profil, das zur Gemeinde und zum Stadtteil passt.“

Vorteile eines großen Arbeitgebers

Für die Eltern spiele es keine große Rolle, wer genau Träger er Einrichtung ist, sagt die Kita-Leiterin am Riedberg, Kirstin Hirschfeldt von Slatow. Sie selbst schätzt den Austausch mit anderen Fachleuten. Vorteile habe die Konstellation auch für die Angestellten, betont Dorothea Calliebe-Winter, die zuständige Fachfrau beim Diakonischen Werk. „Wenn es Probleme gibt, muss eine Erzieherin nicht gleich kündigen, es ist möglich, in eine andere Einrichtung zu wechseln.“ Denn das Diakonische Werk ist ein großer Arbeitgeber und kann ein breites Spektrum an Arbeitsplätzen bieten – von der Krabbelstube bis zum Familienzentrum.

Insgesamt sei der Arbeitsbereich ein expandierender Sektor mit neuen Perspektiven, aber auch Erwartungen, konstatiert Kurt-Helmuth Eimuth, auch wegen des massiven Ausbaus bei den Einrichtungen, nicht nur im U-3-Bereich. Zudem würden an Erzieherinnen immer höhere Ansprüche gestellt. In dieser Situation wünschten sich manche Gemeinden, administrativ stärker entlastet zu werden, bei Finanzen, Gebäuden und Sachmitteln, so Eimuth. Denkbar seien deshalb für die Zukunft auch Kooperationen, bei denen die Trägerschaft völlig beim Diakonischen Werk liege.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 22. April 2012 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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