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Von – 31. Mai 2012

Die „Alte Musik-Szene“ ist regelmäßig in Eschersheim

Immer am ersten Samstag im Monat ist die Emmauskirche in Alt-Eschersheim Ziel von Musikfreunden. Dann wird dort alte und barocke Musik auf hohem Niveau geboten. 

Uta Runne (Alt) und Soo-Young Hirsch-Yun (Sopran) bei ihrem Auftritt in der Emmauskirche. Foto: Rolf Oeser

Die meisten Musikbegeisterten, die in die Maybachstrasse einbiegen, besuchen den Frankfurter Kultschuppen „Batschkapp“. Doch einmal im Monat ist auch die nahe gelegene Emmauskirche in Alt-Eschersheim Ziel von Musikfreunden.

Dort wird nämlich unter der Federführung von Karen Schmitt, Gemeindekantorin und Kirchenmusikerin, alte und barocke Musik geboten. Und zwar von „Vollprofis“, wie Schmitt nicht ohne Stolz betont. Im Lauf von drei Jahrzehnten – die musikalische Vesper wurde erstmals im Februar 1982 begangen – sei ein Ensemble zusammengewachsen. Die Musikerinnen und Musiker stammen laut Schmitt aus der „Alte Musik-Szene“. Die Konzertreihe lebt ausschließlich von Spenden und der Gemeindekollekte.

Speziell den Barockkomponisten Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel war die Vesper im April gewidmet. Mit großem klanglichen Gestus interpretierte zunächst Schmitt „Christ ist erstanden“ aus dem berühmten Orgelbüchlein Bachs, gefolgt von „These labors past how happy we“ aus dem selten gespielten Händel-Oratorium „Jephta“. Das Duett, gesungen von der Sopranistin Soo-Young Hirsch-Yun und der Altistin Uta Runne zur Orgelbegleitung, gelang vortrefflich und klangschön. Mit glänzenden Koloraturen adelten die beiden diese herrliche Arie. Bei der berühmten Arie „He shall feed his flock“ aus dem „Messias“ sangen beide nacheinander mit kantablem Klanggestus.

Die Vesper lebte auch von klug ausgewählten Zwischentexten zur Musik. „Steh auf“ von Ad den Besten ist sozusagen eine Ode an das Leben und die Freude, es selbstbestimmt zu gestalten. Das Alt-Solo „O Thou that tellest“, eine weitere Kostprobe aus dem „Messias“, gelang Uta Runne auf hohem künstlerischen Niveau bei hervorragend artikulierter englischer Sprache, während „Rejoice o daughter of Zion“ von Soo-Young Hirsch-Yun zur fingerfertigen Cembalo-Begleitung von Schmitt hauchzart gesungen wurde.

Dann war es Zeit für Orgel-Preziosen von Bach. „Ach bleib bei uns, Herr Jesus Christ“ aus den Schübler-Chorälen und „Christe Eleison“ aus der berühmten h-Moll-Messe gestaltete Schmitt mit großem gestalterischen Elan und schloss ein trauriges, aber inniges „Agnus dei“ an. Die virtuose Fuge „Wir eilen mit schwachen doch emsigen Schritten“ aus Bachs Kantate BWV 78 sangen die beiden Vokalistinnen mit atemberaubender Perfektion. Lang anhaltender Applaus und Zugabe-Rufe dankten diese Leistung.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 31. Mai 2012 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe .

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Kommentare zu diesem Artikel

  • moncler jacken schrieb am 20. August 2012

    Vokalistinnen mit atemberaubender Perfektion. Lang anhaltender Applaus und Zugabe-Rufe dankten diese Leistung.

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