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Von – 1. August 2012

Interconti-Chef engagiert sich fürs Internationale Kinderhaus

Der Direktor des Frankfurter Intercontinental Hotels, Thomas Hilberath, liest regelmäßig Kindern im Internationalen Kinderhaus vor. Und freut sich auch über soziales Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Thomas Hilberath, Direktor des Frankfurter Interconti, engagiert sich fürs Internationale Kinderhaus im Bahnhofsviertel. Foto: Rolf Oeser.

Freundlich begrüßt Thomas Hilberath, Direktor des Frankfurter Intercontinental Hotels, jeden Tag den Gast, der den Aufzug betritt, hilft einer Dame mit dem Koffer, fragt einen Mitarbeiter, wie es ihm geht. „Im Hotel muss man sich auf viele Menschen einstellen“, sagt er. „Das erfordert nicht zuletzt Disziplin.“

Eine Disziplin, die ihm auch hilft, schnell Kontakt mit den Kindern im Internationalen Kinderhaus aufzunehmen. Alle sechs bis acht Wochen liest er ihnen nachmittags eine halbe Stunde vor. „Bilderbücher, Geschichten, Märchen – je nachdem, welche Kinder gerade da sind“, sagt Hilberath.

Die Kinder auch emotional begleiten

Das Kinderhaus liegt in fußläufiger Nähe zum Interconti und ist eine Einrichtung des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit. Hierher kommen Kinder aus der Bahnhofsgegend, die nach der Schule einen Ort brauchen, wo sie sich entfalten können.

„Mir gefällt vor allem, dass die Kinder dort auch emotional begleitet werden“, sagt Hilberath. „Beim Vorlesen lernen sie, sich zu konzentrieren, und der Spracherwerb wird natürlich gerade bei denen gefördert, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.“ Christian Telschow, der Leiter des Kinderhauses, weiß: „Alleine, dass jemand kommt und sich Zeit für die Kinder nimmt, hat schon eine positive Wirkung.“

„Belohnt wird man mit Nähe und Wärme“

Hilberath hilft sein Engagement, sich „zu erden“, wie er sagt. Er hat Freude daran, dass die Kinder ihre familiären Wurzeln in den verschiedensten Ländern der Welt haben, und stellt sich gerne auf sie ein. „Belohnt wird man mit Nähe und Wärme“, sagt er.

Erfahrungen, die auch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen können. Etwa 15 von den insgesamt 250 Angestellten des Interconti lesen regelmäßig im Kinderhaus vor. „Vor einer Gruppe etwas vortragen ist ja immer eine Erfahrung wert“, sagt Hilberath. „Und wie gesagt, es schult eine gewisse Art von Disziplin, wenn man sich im getakteten Hotelalltag Zeit nimmt, sich auf Kinder einzustellen.“

Kochen – für eine gesunde Ernährung

Als Hilberath vor sieben Jahren Direktor des Interconti wurde, wurden belegte Brötchen und einmal in der Woche Suppe im Kinderhaus abgegeben. Er knüpfte dann engere Beziehungen, begann mit dem Vorlesen. Mittlerweile lesen Angestellte des Interconti im Kinderhaus nicht nur vor, sondern kochen auch mit den Kindern, wobei der Fokus auf gesunder Ernährung liegt. Das Geld, das sie bei ihrer alljährlichen Tombola sammeln, geht ebenfalls ans Kinderhaus. Hilberath ist es wichtig, dass das soziale Engagement seines Hauses für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht abstrakt bleibt. „Sie können sehen, was mit ihrem Geld geschieht“, sagt er. „Und eben auch selbst mithelfen.“

Hilberath hat in Südafrika in verschiedenen Hotels gearbeitet, in Hamburg und in Kairo, bevor er 2005 nach Frankfurt zog. Fast überall hat er sich für soziale Projekte engagiert. „In Hamburg habe ich mit meiner Frau das erste Hospiz für Aidskranke unterstützt“, erzählt er. „In Kairo haben wir unter anderem ausgediente Brillen gesammelt, die wieder verwendet werden konnten.“ Als seine Frau an Krebs erkrankte, lernte Hilberath das „Projekt Schmetterling“ kennen, das Patientinnen und Patienten an der Uniklinik betreut. Seitdem unterstützt er auch dieses Projekt.

Seine 31 Jahre alte Tochter ist natürlich längst aus dem Vorlesealter hinausgewachsen. „Aber bald kommt ein Enkelkind“, sagt er und strahlt.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. August 2012 in der Rubrik Menschen, erschienen in der Ausgabe , .

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Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt".

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