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Von – 5. August 2012

Klezmers Techter virtuos in Griesheim

Virtuos am Instrument, vielseitig in den Arrangements und mit großer Lebensfreude präsentierten sich gestern Abend „Klezmers Techter“ in der vollbesetzten Griesheimer Segenskirche.

Klezmers Töchter begeisterten in der Griesheimer Segenskirche. Foto: Kurt-Helmuth Eimuth

Im Rahmen des Griesheimer Musiksommers brachten die drei Musikerinnen die einst in Deutschland von den Nazis ausgerottete Klezmermusik wieder zurück, so die Initiatorin des Griesheimer Musiksommers, Brigitte Babbe. Aber mehr noch: Gabriele Kaufmann, Nina Hacker und Almut Schwab nahmen deutlich auch Elemente anderer Stilrichtungen auf, selbst Mainzer Karnevalsmusik schimmerte im Stück „Massel tov“ durch.

Tanzen mit zwölf Kilo schwerem Akkordeon

Kein Wunder: Wurde doch die Instrumentierung von der gebürtigen Mainzerin Almut Schwab arrangiert. Klezmermusik stammt aus dem jiddischsprachigen Osteuropa und war von jeher beeinflusst von nicht-jiddischer Musik der jeweiligen Region. Nach den ersten Auswanderungswellen gelangte sie nach Amerika und verband sich dort auch mit dem swingenden Jazz. Diese Tradition setzt das Trio fort.

Die Künstlerinnen beeindruckten durch ihre Vielseitigkeit an den Instrumenten, wozu auch Bassklarinette, Querflöte und Hackbrett gehören. Unnachahmlich wie Almut Schwab trotz des von ihr gespielten zwölf Kilogramm schweren Akkordeons über die Bühne tanzte und den Dialog mit ihren Mitspielerinnen und mit dem Publikum suchte.

Unzählige Facetten menschlicher Gefühle

Klezmermusik drückt unzählige Facetten menschlicher Gefühle aus. Etwa beim Stück „Friling“, geschrieben nach dem Tod der Ehefrau des Komponisten im Konzentrationslager. Hier überzeugt das Trio auch durch leise Töne und den stampfenden Rhythmus, den Nina Hacker mit dem Bass vorgibt. Klezmers Techter sind eine Entdeckung für die Kirchenmusik-Szene.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 5. August 2012 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe .

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Kurt-Helmuth Eimuth ist Mitglied in der Redaktion von "Evangelisches Frankfurt". Mehr über den Publizisten und Erziehungswissenschaftler ist auf www.eimuth.de zu erfahren.

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