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Von – 28. Februar 2013

Nord-Ost: Gemeinde mit familiärer Atmosphäre

Nach amerikanischem Vorbild gründete der Frankfurter Bankier Carl de Neufville 1887 den „Evangelischen Verein für Evangelisation und Gemeinschaftspflege zu Frankfurt am Main“. Er ist bis heute Träger der derzeit 324 Mitglieder umfassenden Nord-Ost-Gemeinde.

In der Nord-Ost-Gemeinde geht es besonders persönlich zu: Jedes zweite Gemeindemitglied gehört zu einem der „Hauskreise“, die sich regelmäßig privat treffen, wie hier bei Renate Thimm (rechts). Foto: Rolf Oeser

Wer den Gottesdienst der Personalkirchengemeinde Nord-Ost in der Wingertstraße besucht, wird am Eingang freundlich willkommen geheißen. „Wir versuchen hier, jedem die Freiheit zu geben, die er braucht, und die Nähe, die er sich wünscht“, erklärt Pfarrer Andreas Hannemann.

Die familiäre Atmosphäre hat einen Hintergrund. Nach amerikanischem Vorbild gründete der Frankfurter Kaufmann und Bankier Carl de Neufville 1887 den „Evangelischen Verein für Evangelisation und Gemeinschaftspflege zu Frankfurt am Main“, um die Not im Frankfurter Norden zu lindern. Dieser Verein ist bis heute Träger der derzeit 324 Mitglieder umfassenden Nord-Ost-Gemeinde: Arbeitgeber der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch des Pfarrers, Eigentümer von Gemeindehaus, Pfarrhaus und Grundstück. Aus Vereinsmitteln werden auch zwei Drittel der laufenden Kosten des Gemeindelebens finanziert.

Jedes erwachsene Gemeindemitglied tritt dem Verein bei. Mitglied in Nord-Ost wird man also nicht, wie bei anderen Gemeinden, durch den Zuzug in das jeweilige Gemeindegebiet, sondern durch bewussten Beitritt. Seit 1930 gehört die Gemeinde zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, deren Kirchengesetz der Verein mit einem Vertrag anerkannt hat, und bekommt daher auch Kirchensteuermittel.

Glaubenskurse für neue Mitglieder

Für neue Mitglieder bietet Pfarrer Hannemann einmal im Jahr den Glaubenskurs „Christ werden und Christ bleiben“ an. Rund die Hälfte aller aktiven Gemeindemitglieder nimmt an einem der neun Hauskreise teil, die wöchentlich oder vierzehntägig in Privathäusern in ganz Frankfurt stattfinden. „Dort fühlt sich vor allem die mittlere Generation aufgehoben“, erzählt Hannemann. „Impuls ist jeweils ein Bibelwort, im darauffolgenden Gespräch kann man auch vom Stress im Beruf erzählen, oder wenn in der Familie etwas nicht so gut läuft.“

Die Nord-Ost-Gemeinde sei bunt gemischt: „Unsere Mitglieder kommen aus ganz Frankfurt, Hartz IV-Empfänger gehören ebenso dazu wie Banker“, sagt Hannemann. Verbindend wirke gemeinsames Tun – so wie die umfassende Innenrenovierung des Gemeindehauses, die Besuche bei Gemeindemitgliedern, die nicht mehr kommen können, oder die Organisation eines Kinderkleidermarktes, deren Erlös bedürftigen Kindern zukommt. Ob kreative Arbeit wie Theaterspielen, Chorsingen, spielen in der Band oder Kochen: „Jeder, der möchte, kann hier sein Potenzial entfalten.“

Jeden Sonntag gibt es neben dem Gottesdienst für die Erwachsenen Kindergottesdienste für verschiedene Altersgruppen. Montagnachmittag sprechen die Erwachsenen über ein Lebensthema, während die Kinder an einer von vier Kindergruppen teilnehmen können. Ein Freitagabend pro Monat ist für einen Jugendgottesdienst reserviert. Dieses Jahr soll in Nord-Ost nicht nur die Fassade des Gemeindehauses renoviert, sondern auch das Gottesdienstangebot am Sonntagabend erweitert werden.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 28. Februar 2013 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe , .

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Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt".

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