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Von – 23. Februar 2013

Lieder über die Suche nach Sinn und Halt im Leben

Die Liedermacherin Ann-Christine überzeugte bei ihrem Konzert in der Jugendkulturkirche Sankt Peter mit einer Mischung aus eigenen Stücken und Coversongs.

Die Liedermacherin Ann-Christine

Die Liedermacherin Ann-Christine

Wie gelangt man an einem kalten Samstagmittag „Über Berge, durch Täler quer durchs Land, bis ans Meer“? Bei einem Konzert der jungen Künstlerin Ann-Christine, die ihren Nachnamen – Bromm – bei ihrer künstlerischen Positionierung einfach weglässt. So wie die ganz Großen: Milva, Nena, Adele. Im Café der Jugendkulturkirche Sankt Peter erlebte man die 26 Jahre alte Musikerin und Texterin, sich selbst an der akustischen Gitarre begleitend, als eine Frau auf der Suche nach Sinn und Halt im Leben.

„Ohne Zweifel“ heißt ihre selbstbewusste erste Platte, deren Lieder eine mutige Entdeckerin in unsicheren Zeiten zeigen. Die Gießenerin erzählt dabei gerne in der ersten Person von ihren Wünschen und Träumen nach Geborgenheit, Liebe und Verständnis.

„Wir“ heißt der Song zu den anfangs zitierten Zeilen, während „Für mich“ ebenso poetisch wie einfühlsam die Sehnsucht nach Zweisamkeit thematisiert. Die Stimme von Ann-Christine klingt bereits sehr sonor und kräftig, sie hat keine Probleme bei schwierigen Modulationen wie etwa dem Leonard Cohen-Cover „Halleluja“, der „Hymne aller Heiratswilligen“, wie die Künstlerin selbst es ausdrückt.

Den Fehler, ein tausendmal nachgespieltes Lied wie „House of the rising Sun“ in einer Lagerfeuer-Version zu präsentieren, macht Ann-Christine nicht, sondern sie ändert geschickt den Rhythmus im Wechsel von Vers und Strophe. Und erweist nebenbei ihrem erfolgreichen Kollegen Philipp Poisel die Ehre, wenn sie sein „Wo fängt der Himmel an?“ singt, dessen Text sie fast verinnerlicht hat.

Die Mischung aus eigenen Stücken und Coversongs stimmt. Das Konzept, nicht nur Lieder hintereinander weg zu singen, sondern sie kurzweilig zu moderieren, ebenso. Wenn Ann-Christine ihren Zuhörerinnen und Zuhörern mit einem hinreißend schön interpretierten „Sommernachtstraum“ weitere Wärme schenkt, kommen auch die eleganten Stimmphrasierungen zu Geltung. Kaum zu glauben, dass so eine gereifte und klangvolle Stimme so einem jungen Menschen gehört. Auch das filigrane Picking auf der Gitarre hat Stil und Eleganz.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 23. Februar 2013 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe , .

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