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Von – 1. Mai 2013

10.000 demonstrieren gegen NPD

Gegen den Aufmarsch der NPD in Frankfurt hat am 1. Mai 2013 das Römerbergbündnis, dem die evangelische und katholische Kirche in Frankfurt, die Jüdische Gemeinde, der Frankfurter Jugendring und der Deutsche Gewerkschaftsbund angehören, mit Kundgebungen und Aktionen an über zwanzig Plätzen in der Stadt protestiert.

Pfarrerin Esther Gebhardt sprach für das Römerbergbündnis Foto: Kurt-Helmuth Eimuth

Pfarrerin Esther Gebhardt sprach für das Römerbergbündnis Foto: Kurt-Helmuth Eimuth

Bei der zentralen Kundgebung auf dem Frankfurter Römerberg sagte Pfarrerin Esther Gebhardt, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt, vor annähernd 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass „Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Antisemitismus, Antiziganismus und jede politisch oder religiös begründete rassistische Ideologie in dieser Stadt keinen Platz hat“. Vielmehr sei Frankfurt stolz darauf, dass es uns gelinge, mit über 140 Nationen und Kulturen ein friedliches Zusammenleben in der Stadt zu praktizieren.

10.000 Menschen kamen zur Demonstration auf den Römerberg Foto: Kurt-Helmuth Eimuth

10.000 Menschen kamen zur Demonstration auf den Römerberg Foto: Kurt-Helmuth Eimuth

Gebhardt kritisierte angesichts der NSU-Mordserie an Mitbürgern ausländischer Herkunft auch das staatliche Vorgehen: „Nach heutigen Erkenntnissen ist festzustellen, dass die Gefahr des Rechtsextremismus in den Bundesländern systematisch unterschätzt oder kleingeredet worden ist. Rechte Gewalt wurde bagatellisiert oder verharmlost.“ Man spreche hier von einem „Kartell der Verharmlosung“, das aus Mitgliedern der Polizei, Justiz und Politik bestehe. Gebhardt: „Staatliches Versagen auf allen Ebenen ist festzustellen – zu Leid und Lasten der Opfer rechtsextremistischer Gewalt.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann erinnerte in seiner Ansprache daran, dass es am 1. Mai auch um Gerechtigkeit gehe: „Ich war auch mal Angestellter und weiß, was es heißt, einen guten Tarifabschluss zu machen. Das werde ich nie vergessen!“ Bessere Lebensbedingungen und höhere Löhne sind eben auch heute noch ein Thema.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Mai 2013 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Kurt-Helmuth Eimuth ist Mitglied in der Redaktion von "Evangelisches Frankfurt". Mehr über den Publizisten und Erziehungswissenschaftler ist auf www.eimuth.de zu erfahren.

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