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Von – 15. Mai 2013

Von Flöhen, Bärchen und Gibbons

In der kinderreichen Goldsteiner Dankeskirchengemeinde mit ihren 2352 Mitgliedern steht die Kinder- und Jugendarbeit an erster Stelle.

Kurz vor der 1.-Mai-Rallye in der Dankeskirchengemeinde: Pfarrer Thomas Walter bespricht letzte Details mit den „Dankeskatzen“, einer der zahlreichen Jugendgruppen der Gemeinde, die auch dabei sind. Foto: Ilona Surrey

Pfarrer Thomas Walter bespricht mit den „Dankeskatzen“, einer der zahlreichen Jugendgruppen der Gemeinde, letzte Details zur Fahrradrallye durch den Stadtwald. Foto: Ilona Surrey

Jedes Jahr am 1. Mai startet schon seit vielen Jahren eine große Fahrradrallye durch den Stadtwald. Alle dreißig Kinder- und Jugendgruppen der Dankeskirchengemeinde nehmen daran teil, und sie endet mit einem Grillfest auf dem Kirchhof in Goldstein. „Dankesflöhe“, „Dankesbärchen“, „Dankesgibbons“ und so weiter haben dabei ihren Spaß.

In der kinderreichen Goldsteiner Gemeinde mit ihren 2352 Mitgliedern steht die Kinder- und Jugendarbeit an erster Stelle. Für die Kleinen machen die Mütter das Programm, nach der Konfirmation organisieren sich die Jugendlichen selbst. Die älteste „Dankesgruppe“ rekrutiert sich aus den Jahrgängen 1967 bis 69 und trifft sich noch heute.

Im Goldsteiner Kinder- und Familienzentrum des Diakonischen Werks für Frankfurt gibt es vier Kindergruppen. Für die Mütter werden Deutschkurse angeboten, was wichtig ist für viele Migrantinnen aus den fünfzehnstöckigen Heisenrather Wohnblocks. Sie gehören ebenso zur Gemeinde wie die so genannten „Wolgadeutschen“, die seit den 1980er Jahren im Süden des Stadtteils zwischen Niederrad und Schwanheim leben.

Vier Generationen unter einem Dach

In den Häusern der Siedlung direkt um die Kirche herum leben oft bis zu vier Generationen unter einem Dach. Viele, die hier wohnen, arbeiten bei Fraport oder bei Infraserv im Industriepark Höchst. Für Kinder ab 0 Jahren wird jetzt ein neuer, sechszügiger Kindergarten gebaut, der ebenso wie ein neues Gemeindezentrum im Oktober fertig sein soll. Dafür wurden die alten Gemeindegebäude abgerissen. „Das war schmerzhaft“, sagt Pfarrer Thomas Walter. „Die Gemeinde hat die Gebäude ja damals selbst gebaut.“ Andererseits sei der Neubau aber auch gut fürs Selbstbewusstsein, weil er den Standort Goldstein für die nächsten Jahrzehnte festige.

„Mich freut besonders, dass der Kindergarten und das Gemeindezentrum dann direkt an den Kirchhof angrenzen – so wird es noch leichter, sich nach dem Sonntagsgottesdienst zum Kaffee im Gemeindezentrum zu treffen“ sagt Walter. Zur Inneneinrichtung des neuen Gemeindezentrums trägt auch ein sehr aktiver Förderverein der Gemeinde bei. Bereits renoviert ist die Kirche aus den fünfziger Jahren.

Wenn die intensive Bau- und Umzugsphase vorbei ist, will Thomas Walter sich wieder mehr auf das geistliche Angebot konzentrieren: den Kindergottesdienst, die Kinderbibeltage und den meditativen Abend der Stille für die Erwachsenen, der alle zwei Monate stattfindet. Bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden hat es sich bewährt, vom Alltag auszugehen: Ein Besuch beim Bäcker etwa sei ein guter Ausgangspunkt, um für „Brot für die Welt“ zu backen und auf die biblische Geschichte der wunderbaren Brotvermehrung zu sprechen zu kommen.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 15. Mai 2013 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt".

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