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Von – 4. November 2013

Flüchtlinge fanden Unterkunft in der Kirche Cantate Domino

Seit Sonntag Abend sind 22 Flüchtlinge aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern, die bislang unter der Untermainbrücke übernachtet haben, vorläufig in der Kirche Cantate Domino in der Nordweststadt untergekommen.

22 Flüchtlinge aus verschiedenen afrikanischen Ländern haben vorübergehend eine Bleibe in der Kirche Cantate Domino gefunden. Foto: Rolf Oeser

22 Flüchtlinge aus verschiedenen afrikanischen Ländern haben vorübergehend eine Bleibe in der Kirche Cantate Domino gefunden. Foto: Rolf Oeser

Wie Pfarrerin Sabine Fröhlich mitteilt, seien die Männer schon vor Monaten über Lampedusa gekommen. „Ihr Status ist so, dass sie nicht abgeschoben werden können. Aber viele Fragen sind noch offen.“

Die Bitte, etwas für die Flüchtlinge zu tun, sei von einer Gruppe junger Menschen an die Gemeinde herangetragen worden, die selber ursprünglich aus Afrika kommen, aber schon lange in Deutschland leben. Der Hilfsaufruf war gestern im Sonntagsgottesdienst verlesen worden, den mehrere Gemeinden aus dem Frankfurter Norden gemeinsam in Cantate Domino gefeiert hatten. Danach habe es „eine unbeschreibliche Unterstützungswelle“ gegeben, so Fröhlich.

Die Gemeinde Riedberg habe innerhalb eines Nachmittags einen VW-Bus voller Matratzen, Decken und Kleidungsstücken organisiert. Später sei von dort ein Riesenberg Pizza gekommen. Die Thomasgemeinde habe Decken und einen großen Topf Suppe gebracht, viele andere Kleidung, Handtücher, Seife.

So hätten alle 22 jungen Männer einen Schlafplatz in der Tageskirche von Cantate Domino bekommen und mit einem warmen Essen an einer langen Tafel im Kirchenraum versorgt werden können. „Es ist nur ein Anfang, aber den haben wir mit vereinten Kräften gestemmt.“

In Cantate Domino könnten die Männer allerdings nur für kurze Zeit Quartier bekommen. In den nächsten Tagen wolle sie sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Ulrich Schaffert von der Dietrich Bonhoeffer Gemeinde darum bemühen, eine Lösung zu finden: den Flüchtlingen eine Unterkunft zu verschaffen, aber auch Wege zu finden, damit „diese jungen Männer hier eine Chance bekommen und ihr Leben nicht wieder unter der Brücke campierend oder Pfandflaschen suchend fristen müssen.“

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 4. November 2013 in der Rubrik Lebenslagen, erschienen in der Ausgabe .

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Dr. Antje Schrupp ist geschäftsführende Redakteurin von Evangelisches Frankfurt. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin bloggt auch unter www.antjeschrupp.com.

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