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Von – 23. Januar 2014

Der Kurz-Knigge fürs Kondolieren

Wie soll man sich Trauernden gegenüber verhalten? Die Unsicherheit ist groß. Neuerdings gibt es Bücher mit einer Vielzahl an Reaktionsmöglichkeiten, die dann den diversen Fällen von Trauer zugeordnet werden. Mein Kondolenz-Knigge dagegen ist kurz, kostenfrei und funktioniert in jedem Fall.

1. Habe den Mut, alles falsch zu machen, wenn du jemandem dein Mitgefühl zeigst. So ziehst du keine Maske auf, sondern zeigst dein Gesicht – und das ist schön.

2. Den Schmerz teilen, einander beistehen – das lässt sich nicht lernen. Oder vielleicht doch? Aber nicht durch die praktische Umsetzung eines intensiv zu studierenden Knigges fürs angemessene Kondolieren. Sondern? Indem man daran denkt, dass man selbst verletztbar ist.

3. Frage direkt: „Wie geht es dir?“ Oder sage: „Es tut mir leid.“ Wenn du keine Worte hast, berühre den Traurigen leicht oder nimm ihn in den Arm, aber nicht deshalb, weil du denkst, du müsstest es tun, weil es ein Kondolenzexperte empfohlen hat.

4. Falls du das Gefühl hast, dass das alles nicht klappt und nicht richtig ist, dann halte dich an Regel 1.

Arnstein-Foto-von-Georg-Magirius

Der Kurz-Knigge ist während der Arbeit an dem Buch „Schmetterlingstango: Leben mit einem totgeborenen Kind“ entstanden.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 23. Januar 2014 in der Rubrik Lebenslagen, erschienen in der Ausgabe , .

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Georg Magirius ist Theologe und Schriftsteller und Kolumnist bei "Evangelisches Frankfurt". Mehr unter www.georgmagirius.de.

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