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Von – 3. Januar 2014

Ökumene und Musik im Nordosten

Nieder-Erlenbach und Harheim sind ländliche Gemeinden, die zwischen Feldern, Pferdeweiden und Streuobstwiesen liegen. Beide haben jetzt eine gemeinsame Pfarrerin.

Pfarrerin Petra Lehwalder vor der alten Barockkirche in Nieder-Erlenbach. Sie ist seit August gleich für zwei Gemeinden im Frankfurter Norden zuständig, nämlich auch für Harheim. Foto: Rolf Oeser

Pfarrerin Petra Lehwalder vor der alten Barockkirche in Nieder-Erlenbach. Sie ist seit August gleich für zwei Gemeinden im Frankfurter Norden zuständig, nämlich auch für Harheim. Foto: Rolf Oeser

Einen „Inselabend“ für Frauen ab dreißig möchte Petra Lehwalder im Team mit Ehrenamtlichen aus evangelischen und katholischen Gemeinden im Frankfurter Nordosten bald regelmäßig ausrichten – um im Gebet, bei kreativem Tun oder Meditation zur Ruhe zu kommen. „Für diese Altersgruppe gab es bisher noch kein Angebot“, sagt die Pfarrerin, die im August ihr Amt in den Gemeinden Nieder-Erlenbach und Harheim angetreten hat.

Bauernhöfe und große Gärtnereien haben sich hier im Frankfurter Norden zum Teil seit Generationen weitervererbt, aber immer wieder ziehen auch junge Familien hierher „aufs Land“: Es gibt noch preisgünstige Häuser, und mit dem Auto ist man in einer Viertelstunde in der Innenstadt.

Die beiden Stadtteile sind pfarramtlich verbunden, das heißt, die Pfarrerin ist für die insgesamt 2556 Gemeindemitglieder beider zuständig, aber jede Gemeinde hat einen eigenen Kirchenvorstand und eigene Ausschüsse – und legt darauf auch Wert.

In die moderne Kirche in Harheim, die in den 1960er Jahren gebaut wurde, wird zurzeit ein seit Jahren ersehnter Aufzug eingebaut. Die Barockkirche in Nieder-Erlenbach hat mittelalterliche Ursprünge und prägt den alten Ortskern, hübsch eingebettet zwischen Fachwerkhäusern und zwei Herrenhäusern der Familie von Lersner aus dem 17. und 18. Jahrhundert – im älteren ist die Anna-Schmidt-Schule untergebracht.

Ein Schmuckstück der Nieder-Erlenbacher Kirche ist die älteste Orgel Frankfurts, ein Wegmann-Instrument von 1781. Sie hat nur ein Manual und ist durch die sogenannte Kirnberger Stimmung einen halben Ton höher als andere Instrumente. Deshalb eignet sie sich nicht zum Zusammenspiel, kann dafür aber „flüstern und säuseln“, wie Kantorin Elisabeth Schwarz-Gangel sagt. Sie verantwortet auch einen Kirchenchor, einen Gospelchor, die „Young voices“, einen Bläserkreis sowie zwei Flötenkreise für Kinder und einen für Erwachsene. „Musik gehört hier einfach dazu“, sagt Pfarrerin Lehwalder. Ab nächstem Jahr soll es deshalb auch regelmäßig Taizé-Gottesdienste mit den dafür typischen Gesängen geben.

Sehr aktiv sind auch die „Besuchsdienste“, bei denen Ehrenamtliche ältere Menschen zuhause besuchen. „In Nieder-Erlenbach engagieren sich dreißig Frauen dafür“, erzählt Pfarrerin Lehwalder. Für einen Kindergottesdienst, der nach Alter differenziert, will sie jetzt ein Team aufbauen.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 3. Januar 2014 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe , .

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Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt".

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