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Von – 8. Oktober 2014

Erbarmen reloaded

Weil Religionen Jahrhunderte, Jahrtausende alt sind, bewahren sie in ihren Schriften und Traditionen zahlreiche Wörter und Begriffe auch dann noch auf, wenn diese im Alltag längst nicht mehr in Gebrauch sind. Deshalb müssen etwa Bibeltexte immer wieder übersetzt werden, aus sich heraus sind sie oft unverständlich oder gar missverständlich.

ErbarmenAndererseits können aber genau die alten Wörter Denkanstöße bieten gegen den Zeitgeist. Sie bewahren die Erinnerung an andere Sichtweisen auf und regen an, die Dinge auch einmal anders zu betrachten als gewohnt.

„Erbarmen“ zum Beispiel ist so ein Wort. In allen monotheistischen Religionen ist Barmherzigkeit eines der wesentlichen Attribute Gottes. Es bedeutet, schreibt Ina Praetorius: „Jemanden umfassend zu bejahen, ohne Bedingungen zu stellen.“ Über längere Zeit hat die Theologin und Publizistin das Wort (und die Idee) des „Erbarmens“ in ihren Alltag mitgenommen und auf diese Weise seine Bedeutung für aktuelle Themen und Fragestellungen ausgelotet: Sei es im ganz normalen Leben zuhause, beim politischen Engagement für ein bedingungsloses Grundeinkommen oder bei Reisen in den Kongo. Gleichzeitig erinnert sie sich an ihre Geschichte mit diesem Wort: Was bedeutete es während des Studiums? Wie wird es in Gottesdienten und Hörsälen verwendet? Und: Was genau steht darüber eigentlich in der Bibel?

Dieses Buch bietet oft überraschende und kontroverse Einsichten an, und das keineswegs nur für Bibelkundige.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 8. Oktober 2014 in der Rubrik Bücher & Filme, erschienen in der Ausgabe .

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Dr. Antje Schrupp ist geschäftsführende Redakteurin von Evangelisches Frankfurt. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin bloggt auch unter www.antjeschrupp.com.

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