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Von – 2. Dezember 2014

Keine Ruhe geben

Den Lichtern der Weihnachtsbeleuchtung und der musikalischen Berieselung in den Geschäften entkommt man kaum, das Warten und Erwarten des Advents scheint übersprungen. Da tut es gut, wenn Georg Magirius auf den Kern des Festes hinweist. Mit seinem neuen Buch will er behutsam und doch anders einstimmen auf Weihnachten.

07_cover_magiriusMagirius spürt dem bekannten Text aus dem Lukas-Evangelium nach. Zu jeweils einer Textstelle interpretiert, erzählt und assoziiert der Theologe und Journalist sensibel und kraftvoll in der Sprache. „Josef sitzt mit Maria in seiner Heimat Bethlehem. Aber wirklich geborgen fühlen sich die beiden nicht. Mittendrin sind sie – und fühlen sich nicht zuhause. Das erleben nicht wenige auch am Weihnachtsfest, wenn Familienmitglieder zusammensitzen, die sich lange nicht gesehen haben. Sie reden. Die Worte allerdings, die fließen, verdecken oft nur: In der Familie ist das Nicht-Verstehen eingezogen. Am Krückstock eines alten Familienrituals humpeln die einst miteinander Vertrauten die Festtage entlang.“

Die Sehnsucht nach Heimat, Geborgenheit, Neubeginn, Wärme und Licht finden sich in der alten Erzählung und sind doch aktuell. Magirius verbindet seine Ausführungen immer wieder mit persönlichen Erlebnissen. Etwa seine Suche nach Behaglichkeit, die er mit einem Streifzug durch ein Möbelhaus ausleben wollte. „Und wandere durch Möbelhäuser, die auf mehreren Etagen mit Gemütlichkeit wuchern.“

Das Buch ist der Streifzug eines Autors, dem die befreiende Kraft dieser Erzählung am Herzen liegt. „Was will die Weihnachtsgeschichte sagen? Wer keine Ruhe gibt, das Fragen nicht beendet und nicht für alle Zeit alles weiß, der braucht keine Angst zu haben, den Sinn von Weihnachten zu versäumen.“

Georg Magirius: Dies soll euch einZeichen sein. 144 Seiten, Herder 2014, 14,99 Euro.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 2. Dezember 2014 in der Rubrik Bücher & Filme, erschienen in der Ausgabe , .

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Kurt-Helmuth Eimuth ist Mitglied in der Redaktion von "Evangelisches Frankfurt". Mehr über den Publizisten und Erziehungswissenschaftler ist auf www.eimuth.de zu erfahren.

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