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Von – 19. November 2015

„Ihr habt echte Chancen“

14 junge Männer aus Eritrea erfuhren in der Paul Gerhardt Gemeinde etwas über die deutsche Arbeitswelt.

Am Dienstag, 10. November trafen sich im Gemeindezentrum der Evangelischen Paul-Gerhardt Gemeinde 14 junge Männer aus Eritrea, um sich über die Arbeitswelt in Deutschland und Wege zu Ausbildung und Beruf zu informieren.

Habtom Zemicael, der selbst als junger Mann aus Eritrea nach Deutschland kam und nun, nach Lehre, Beruf, Studium, Betriebsrat in einer großen Firma ist und in der IG Metall organisiert ist, erzählte den gebannt zuhörenden Männern in ihrer eigenen Sprache, dass sie durch Bildung – vor allem gute Sprachkenntnisse – und durch eine reguläre Ausbildung, grade im handwerklichen Bereich gute Berufschancen in Deutschland haben.

Herr Zemicael betonte, dass das Erlernen der deutschen Sprache unerlässliche Voraussetzung für Praktika, Ausbildungen und Beruf ist. Mit einer soliden Ausbildung, so Zemicael sind neben einem sicheren Einkommen auch Arbeitnehmerrechte, wie tarifliche Bezahlung, verbunden.

Die Idee hierzu hatte Frank Küpper, Mitglied im KV der Paul-Gerhardt Gemeinde und ehemals Architekt, mit vielen Kontakten zu Handwerksbetrieben. Herr Küpper konnte zu fast jedem geäußerten Berufswunsch der jungen Männer eine Idee beisteuern, wie man diesem näher kommen könnte, sei es durch Kontakte zu Betrieben, Initiativen oder dem Vorschlag selbst ein kleines Restaurant zu eröffnen.

Dieser Abend war nicht nur als Informationsveranstaltung wichtig, sondern auch als Ermutigung und Hilfe. Das Beispiel von Herrn Zemicael, der sich in einer ähnlichen Situation befand, wie sie selbst und jetzt einen sicheren Beruf, eine Familie und ein ganz normales Leben in Deutschland hat, ist Hoffnung und Ansporn. Zusätzlich bestärkt die erfahrene Unterstützung durch engagierte Menschen, die mit Rat und Tat, mit Kontakten und Ideen helfen, dass sie nicht alleine sind, und es sich lohnt zu lernen.

Besonders bewegend war es, die leuchtenden Augen der Anwesenden zu sehen, als sie selbst von ihren „Traumberufen“ erzählten. Vielleicht wurden sie noch nie zuvor gefragt, was sie sich eigentlich wünschen, erträumen und vielleicht ergreifen sie später einen ganz anderen Beruf, aber es war wichtig aus einmal auszusprechen, was man sich erträumt. Genauso schön war aber auch für die Helfenden, zu sehen, dass ihr Engagement Hoffnung und Zukunftschancen für junge Menschen eröffnet.

Die meisten wollen mit ihren Händen arbeiten, als Mechaniker, Schreiner, Schlosser, Zimmermann, Gartenbauer, Baggerfahrer oder als Koch. Alles Berufe, mit durchaus guten Zukunftschancen. Zu wünschen ist es ihnen.

Diese Wünsche und Kontaktinformationen wurden gleich notiert, um Kontakte und Ressourcen im netzwerk-migration-frankfurt nutzen zu können. Erste Praktika wurden schon vermittelt. Ein gelungener Abend, vielen Dank allen Beteiligten.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 19. November 2015 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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