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Von – 15. Dezember 2015

Helfen mit Design

Mit gutem Design einen guten Zweck unterstützen: Susanne Leson gestaltet Produkte und Läden für die Diakonie Frankfurt.

Susanne Leson mit den von ihr entworfenen Kinder-Hausschuhen der Reihe „RiRaRot“. Sie werden in einem Projekt der Diakonie Frankfurt von langzeitarbeitslosen Frauen produziert und sind auf www.rirarot.de erhältlich. Foto: Rolf Oeser

Susanne Leson mit den von ihr entworfenen Kinder-Hausschuhen der Reihe „RiRaRot“. Sie werden in einem Projekt der Diakonie Frankfurt von langzeitarbeitslosen Frauen produziert und sind auf www.rirarot.de erhältlich. Foto: Rolf Oeser

Susanne Leson sitzt in ihrem Sachsenhäuser Büro und zeigt Hausschuhe. Das ist aus zwei Gründen ungewöhnlich. Zum einen ist Leson Innenarchitektin, studiert hat sie an der Fachhochschule Mainz. Und zum anderen gehören die Schuhe mit dem auffälligen roten Reißverschluss in der Mitte zu einem Projekt, für das Susanne Leson ehrenamtlich mit der Diakonie Frankfurt zusammenarbeitet: „RiRaRot“.

Während die Mutter eines Sohnes und einer Tochter sonst Wohnungen und Büroetagen entwirft, sieht sie die unentgeltliche Kooperation mit der Diakonie als Ergänzung zum Berufsalltag: „Das liegt mir wirklich am Herzen.“ Susanne Leson führt das Frankfurter Büro für Innenarchitektur und Projektmanagement gemeinsam mit ihrem Mann, die Räume sind hell, die Wände teils mit edlen Stoffen gestaltet.

Das Projekt „RiRaRot“ fördert langzeitarbeitslose Frauen und bindet sie in die Produktion von Hausschuhen für Kinder und Erwachsene ein. Die bunten Schuhe in witzigem Design werden unter dem Dach des sozialen Projekts „Brot & Rosen“ der Diakonie hergestellt. Der Erlös aus dem Verkauf kommt zu hundert Prozent der Förderung der Arbeitsplätze der Näherinnen zugute. Es gibt die Schuhe zusammen mit ähnlich gestalteten Kissen über die Internetseite www.rirarot.de und in einem eigenen Laden in der Rohrbachstraße 54 im Nordend zu kaufen. Geplant sind außerdem Schnullertaschen und Lätzchen.

Wie kam Susanne Leson ausgerechnet auf Hausschuhe? Sie lacht. „Meine Tochter fuhr auf Klassenfahrt, und am Vorabend fiel ihr ein, dass sie keine passenden Hausschuhe mehr hatte. So konnte ich sie natürlich nicht fahren lassen.“ Die Tochter hatte auch gleich einen konstruktiven Vorschlag parat: „Mama, dann näh mir doch einfach welche.“ Wie gut, dass sie so eine kreative Mutter hat. Susanne Leson setzte sich also an die Nähmaschine und entwarf mit Wollfilz gefütterte Schuhe mit feiner, rutschfester Ledersohle, die zum Prototyp von „RiRaRot“ werden sollten.

Auch die Räume der Second-Hand-Boutique „samt & sonders“ in der Rohrbachstraße hat Leson „mit einem Null-Budget“ gestaltet. Eröffnung war im Sommer 2014. „Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, ein schönes optisches Umfeld für den Laden zu schaffen, der eher einer Boutique als einem Second-Hand-Laden ähneln sollte“, sagt sie. Inhaberinnen des Frankfurt-Passes bekommen bei „samt & sonders“ fünfzig Prozent Rabatt, In der angeschlossenen Mode-Kreativ-Werkstatt werden zwanzig langzeitarbeitslose Frauen nach und nach an die Anforderungen des Arbeitslebens herangeführt. Aber auch ihre Geschäftspartner aktiviert Susanne Leson: Unter dem Motto „Das geht uns alle an“ startete sie eine Spendenaktion und sammelte über 2500 Euro ein – neunzig Kinder-Hausschuhe konnte sie so der Diakonie Frankfurt spenden.

Vor 23 Jahren ist die gebürtige Baden-Württembergerin, Jahrgang 1967, nach Frankfurt gekommen. Der Kontakt zur Kirche war immer da, „ich habe es als Jugendliche geliebt, auf evangelische Ferienfreizeiten zu fahren.“ Der Kontakt soll bleiben, das soziale Engagement neben dem Brotberuf auch. „Ich habe viele weitere Ideen.“

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 15. Dezember 2015 in der Rubrik Menschen, erschienen in der Ausgabe , .

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Anne Lemhöfer interessiert sich als Journalistin und Autorin vor allem für die Themen Kultur, Freizeit und Gesellschaft: www.annelemhoefer.de.

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