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Von – 12. Januar 2016

Nachwuchskunst: Las Vegas ist nichts gegen Bornheim!

Frankfurter Nachwuchskünstlerinnen und -künstler finden jetzt regelmäßig bei der der „BKKB“, der  Kleinkunstbühne in der Gemeinde Bornheim, ein Forum.

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Der Zauberkünstler Sören Pohl bei seinem Auftritt. Foto: Rolf Oeser

„Was ist Las Vegas gegen Bornheim?“ Sören Pohl ist zwar erst 17 Jahre alt, aber das Publikum im Saal der Gemeinde Bornheim hat er von der ersten Sekunde an im Griff. Lässig und selbstbewusst, selbstironisch und mit einem Sinn für Dramatik und Spannungsbögen: Sören Pohl ist Zauberkünstler, und spätestens, als er einen 10- in einen 100-Euro-Schein verwandelt, schauen alle verblüfft. Raunen: „Wie hat er das jetzt gemacht?“

Alles wie bei einer Profi-Show also, oder zumindest fast. Die Künstlerinnen und Künstler, die bei der „BKKB“, der Bornheimer Kleinkunstbühne, auftreten, sind keine Profis. Dennoch ist das Niveau teils beeindruckend. Zum dritten Mal öffnete am vorigen Wochenende die Kleinkunstbühne, mit der sich die Johannisgemeinde kulturell noch stärker im Stadtteil verankern will als bisher.

Die Kabarettistin Aynur („So heiße ich, das ist nicht die Uhrzeit“) erzählt ihren Alltag mit den zweikleinen Söhnen als Stand-Up-Comedy, bei der man einiges Neues erfährt: „Mit Schlappen schmeißen, darin sind wir orientalischen Mütter Weltklasse.“ Im bürgerlichen Leben arbeitet die Frankfurterin mit den hüftlangen, dunklen Haaren als Altenpflegerin.

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Dieter Becker alias „Kai Ahnung“ führte durch das Programm. Foto: Rolf Oeser

Moderiert wird der Abend von Dieter Becker aus Bad Vilbel, der als „Kai Ahnung“ die Rolle des etwas schussligen Conférenciers mit launigen Wortspielen und mit viel Witz durchs Programm führte („Was ist der Unterschied zwischen Kabarett und Comedy? Der Comedian macht es wegen dem Geld. Der Kabarettist wegen des Geldes“). Becker hat sich im Haus der Begegnung in Bad Vilbel bereits mit einem Kleinkunstcafé etabliert.

Eintritt verlangt die Gemeinde keinen, es wird aber um Spenden für einen guten Zweck geworben. Der gute Zweck ist in diesem Fall die denkmalgerechte Sanierung der Johanniskirche, für die die Gemeinde rund 400 000 Euro aufbringen muss. „Wir haben es geschafft, mit dem Kindertheater der Kita Johannis einen Fahrstuhl zu finanzieren“, sagt Gemeindemitarbeiter Peter Habermehl, der in der Johanniskirche kulturelle Events organisiert. „Da die Bornheimer gerne feiern und Spaß an kurzweiliger Unterhaltung haben, werden die Publikumsspenden sicher dazu beitragen, dass wir die Restaurierungskosten bald decken können“, sagt er. Gleichzeitig könnten Menschen, die sich einen Ausgehabend normalerweise nicht leisten könnten, Kultur genießen.

Der Gemeindesaal lässt sich mit mindestens hundert Stühlen bestücken, er ist an diesem Abend etwa zur Hälfte gefüllt. Regelmäßig am Sonntag im Monat heißt es hier „Bühne frei!“. Was genau geboten wird, ist immer eine Überraschung – aber immer eine vielfältige. Akrobatik, Kabarett, Zauberei, Musik, Literaturlesungen: Alles ist möglich. Die nächsten Termine sind am 14. Februar und am 13. März.

Und alle dürfen mitmachen, wie Peter Habermehl betont. „Ein paar Tage im Voraus anmelden genügt. Wir sind uns sicher, dass viele Bornheimer etwas können, was sie vorführen mögen.“ Der Termin am Sonntagabend ergibt sich, da die Künstlerinnen und Künstler nachmittags bereits im Kleinkunstcafé in Bad Vilbel auftreten und anschließend nach Bornheim kommen. Zur Einstimmung öffnet im Gemeindehaus bereits um 19 Uhr eine Bar.

Wer etwas vorführen möchte, schreibt eine E-Mail an info@kleinkunst.com.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 12. Januar 2016 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe , .

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Anne Lemhöfer interessiert sich als Journalistin und Autorin vor allem für die Themen Kultur, Freizeit und Gesellschaft: www.annelemhoefer.de.

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