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Von – 4. April 2016

Mobil mitreden

Was kann das Handy eigentlich alles? Computerkurse für Ältere sind heute nicht mehr gefragt, dafür suchen sich viele gerne Unterstützung, um das Smartphone besser zu verstehen.

Hier geht‘s zur App: Smartphone-Kurse sind bei Seniorinnen und Senioren auch deshalb beliebt, weil die kleinen Geräte es ermöglichen, leichter mit Kindern und Enkeln in Kontakt zu bleiben. Foto: Rolf Oeser

Hier geht‘s zur App: Smartphone-Kurse sind bei Seniorinnen und Senioren auch deshalb beliebt, weil die kleinen Geräte es ermöglichen, leichter mit Kindern und Enkeln in Kontakt zu bleiben. Foto: Rolf Oeser

„Ach, ich will doch nur telefonieren und ab und zu eine SMS schicken.“ „Brauche ich diesen neumodischen Kram wirklich?“ „Mein altes Handy funktioniert doch seit vielen Jahren super.“ Die zehn Männer und Frauen am Konferenztisch im Spenerhaus in der Frankfurter Innenstadt unterhalten sich angeregt über die kleinen, leuchtenden Monitore, die vor ihnen auf dem Tisch liegen. Zu dem Seminar „Das Smartphone, meine Apps und ich“ hat die Koordinationsstelle Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit der Evangelischen Kirche in Frankfurt eingeladen. Hier kann man lernen, von unterwegs ins Internet zu gehen, Fotos zu ver-senden, Mails zu schreiben und einige der kleinen Apps zu benutzen, die das Smartphone zum nützlichen Alltagsgerät machen.

„Es geht auch darum, mit der Familie, mit Kindern und Enkelkindern, die vielleicht nicht in der Nähe wohnen, zu kommunizieren“, sagt die Religionspädagogin Barbara Hedtmann, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert und als Koordinatorin für Erwachsenenbildung den Kurs nicht nur organisiert hat, sondern auch selbst daran teilnimmt. Denn auch sie kann bei dem zweitägigen Lehrgang des Referenten Constantin van de Loo, der Anfang 20 ist, profitieren. „So ist das heute“, sagt sie. „Nicht nur die Jungen lernen von den Alten, sondern auch umgekehrt.“

Barbara Hedtmann hat drei erwachsene Kinder und sechs Enkel. Sie genießt es, via WhatsApp Fotos versenden und empfangen zu können, tastet sich aber auch weiter an das Medium heran. „Als nächstes möchte ich vielleicht eine Gruppe gründen, um meinen runden Geburtstag zu planen, das wäre sicherlich ganz praktisch.“

Die erste Hürde im Spenerhaus ist aber das WLAN-Netz, in das sich alle einloggen sollen, und das immer mal wieder9 abstürzt. Tücken der Technik. „Das ist aber kompliziert“, stöhnt ein Mann. „Beim Passwort die Groß- und Kleinschreibung beachten“, sagt Constantin van de Loo. Und gibt Tipps für später: „Die App der Bahn ist kostenlos.“

Barbara Hedtmann beobachtet, dass sich bei den Älteren etwas verändert. Computerkurse für Seniorinnen und Senioren seien nicht mehr so gefragt wie vor zehn Jahren, „die erste Berührungsangst ist vorbei.“ Jetzt wollten viele aber das Smartphone verstehen, fragen sich, was diese komischen quadratischen Codes in den Museen sollen, an die man sein Handy halten kann, und wofür eigentlich Apps gut sind. „Außerdem schlägt das Smartphone eine Brücke zwischen Enkel- und Großelterngeneration, das ist etwas sehr Wertvolles.“

Der nächste Smartphone-Kurs findet am 7. und 8. Oktober statt, freitags von 17-20 Uhr und samstags von 10-16 Uhr. Die Teilnahme kostet 60 Euro, mitzubringen sind Geräte, Fragen und Entdeckungslust sowie etwas zu essen und zu trinken. Anmeldung bei Barbara Hedtmann, barbara.hedtmann@frankfurt-evangelisch.de, Telefon 069 921056678.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 4. April 2016 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe , .

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Anne Lemhöfer interessiert sich als Journalistin und Autorin vor allem für die Themen Kultur, Freizeit und Gesellschaft: www.annelemhoefer.de.

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Kommentare zu diesem Artikel

  • Beck Roland schrieb am 4. April 2016

    Sehr geehrte Frau Dr. Schrupp,

    Ihren Artikel – Kirche gegen AfD- in der Zeitschrift Evangelisches Frankfurt von April 2016 habe ich gelesen und lehne ihn ab, weil es sich um eine tagespolitische Äußerung von Ihnen als Kirchen-Funktionärin handelt.
    Ich habe als Frankfurter Bürger die AfD nicht gewählt, halte aber eine einseitige Äußerung als Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Frankfurt nicht für angemessen. Die Zahl der Kirchenaustritte ist ein guter Gradmesser, wie Menschen mit christlichem Hintergrund denken. Weiter so und ich schliesse mich dieser wachsenden Gruppe an.
    Roland Beck

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