Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke

E-Mail

E-Mail

Über jeden neuen Beitrag informieren wir Sie mit einer Nachricht per Mail.

Aktuell

Von – 2. Mai 2016

Fortbildung für Engagierte

Frankfurt ist nun einer von 18 Standorten der landeskirchlichen Ehrenamtsakademie

Über 4000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Evangelischen Kirche in Frankfurt. Mehr als 600 davon arbeiten in leitenden Funktionen, zum Beispiel in Kirchenvorständen oder Gremien wie der Stadtsynode.

Unterstützung, Qualifizierung und Fortbildung für diese Arbeit bietet die Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die nun auch einen Standort in Frankfurt hat. Er wurde Ende April offiziell von Stadtdekan Achim Knecht und dem Leiter der EKHN-Ehrenamtsakademie, Pfarrer Steffen Bauer, eröffnet.

Dass Ehrenamtliche mit Leitungsaufgaben betreut werden, sei „ein Markenzeichen der evangelischen Kirche“, betonte Stadtdekan Achim Knecht. Akademieleiter Steffen Bauer forderte die Ehrenamtlichen dazu auf, aktiv Themen und Bedarfe für Fortbildungen anzumelden, „damit wir unser Angebot direkt auf Sie zuschneiden können“.

Neben praktischen Inhalten wie „Sitzungen vorbereiten und gestalten“ oder der Analyse von Praxisbeispielen bietet die Ehrenamtsakademie auch Fortbildungen zu theologischen Themen sowie den Austausch zu ethischen Fragestellungen. Kurse gibt es auch in den Bereichen Leitungskompetenz, Öffentlichkeitsarbeit, Strategische Planung, Personal, Finanzen, Fundraising, Bau- und Kirchenrecht.

Um die verschiedenen Angebote besser zu vernetzen und Ressourcen zu bündeln, wurden insgesamt 18 regionale Standorte gebildet. Die Fortbildungen sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei, die Finanzierung übernimmt die Landeskirche. Jeder Standort hat ein jährliches Budget zur Verfügung. In Frankfurt koordiniert Bildungsreferentin Anke Meyer die Angebote. Sie organisiert auf Wunsch auch maßgeschneiderte Veranstaltungen zu bestimmten Bedarfen in den einzelnen Gemeinden.

In ihrem Festvortrag sagte Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx, die bis vor kurzem das Referat Sozial- und Gesellschaftspolitik der Evangelischen Kirche Deutschland geleitet hat, dass gerade die Flüchtlingskrise wieder sehr deutlich gemacht habe, wie wichtig und hoch willkommen ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft ist. Das dürfe allerdings nicht dazu führen, dass sich der Sozialstaat aus seiner Verantwortung verabschiedet. Es spreche aber für ein gewachsenes Selbstbewusstsein der Menschen, dass sie gesellschaftliche Anliegen selbst in die Hand nehmen.

„Wer sich engagiert, gewinnt“, betonte Coenen-Marx. Sich für das Gemeinwohl zu engagieren bedeute Teilhabe, vermittle das Gefühl, gebraucht zu werden, mache stark. Diese Möglichkeit müsse auch benachteiligten Menschen offen stehen, nicht nur gut Situierten.

Coenen-Marx wies auch darauf hin, dass 70 Prozent der Ehrenamtlichen in der Kirche Frauen sind, die meisten davon allerdings nicht in leitenden Funktionen. Sie leisteten ebenfalls wertvolle Arbeit, und auch dafür müsse es gute Rahmenbedingungen geben. Engagement in der Kirche bedeute oft auch neue Motivation für den Glauben.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 2. Mai 2016 in der Rubrik Menschen, erschienen in der Ausgabe .

Artikel teilen: E-Mail Facebook Twitter Google+

Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt".

Meistgelesene Artikel

Kommentar schreiben

Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, Kommentare werden vor der Veröffentlichung freigeschaltet.