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Von – 6. Juni 2016

Im Alter nochmal umziehen

Im Alter aus einer großen Wohnung in eine kleinere umzuziehen, eventuell ins Seniorenwohnheim, ist ein großer Schritt: Man verlässt die vertraute Umgebung, muss sich von Sachen trennen, an denen Erinnerungen hängen. Aber dennoch kann es eine notwendige oder jedenfalls sinnvolle Entscheidung sein.

Foto: Jens-Olaf Walter/Flickr.com (cc by-nc)

Foto: Jens-Olaf Walter/Flickr.com (cc by-nc)

Eine Art „Erste Hilfe“ für alle, die sich das überlegen, bietet Barbara Hedtmann von der Koordinationsstelle Seniorenarbeit der Evangelischen Kirche in Frankfurt an. Sie kennt verschiedene Altenpflegeheime, aber auch Modelle gemeinschaftlichen Wohnens oder die Sozialwohnungen der Stadt. Regelmäßig organisiert sie auch Informationsveranstaltungen dazu, bei denen man sich vor Ort ein Bild machen kann.

Sie erzählt aber von Möglichkeiten, die eigene Wohnung altersgemäß umzubauen, wenn man so lange wie möglich zuhause bleiben möchte. In der University of Applied Sciences etwa kann man ein „Wohnlabor“ besichtigen, eine nahezu barrierefreie Wohnung.

Wer sich für einen Umzug entschieden hat, könne eventuell Hilfe über den gemeindepädagogischen Dienst der Kirchengemeinde bekommen, rät Hedtmann. „Es ist gut, wenn einen jemand berät, der nicht emotional involviert ist.“ Gemeinsam kann man die neue Wohnung ausmessen und überlegen, was sinnvoll mitzunehmen ist – und was nicht. Welche Gegenstände verschenkt werden sollen, welche vielleicht verkauft, etwa, um Kosten zu decken. Was an soziale Einrichtungen gespendet werden kann und was auf den Sperrmüll gehört. Dann kann eine Umzugsfirma tätig werden.

„Ich empfehle, mindestens zwei Angebote einzuholen“, sagt Hedtmann. „Neben dem Know-How zählt auch, wie einfühlsam die Mitarbeitenden sind.“ Eine wichtige Rolle spielen natürlich auch die Kosten. Manche Umzugsunternehmen bieten spezielle Seniorenumzüge an, man findet sie, wenn man bei Google „Seniorenumzüge Frankfurt“ eingibt. Sie bieten alles aus einer Hand: Beratung, Ein- und Auspacken, Ab- und Aufbau von Möbeln und technischen Geräten, Entrümpelung, Reinigung, Behördengänge.

„Umziehen im Alter ist nicht leicht“, sagt Hedtmann, „aber wer sich rechtzeitig kümmert, kann selbst entscheiden, wie er das alte Umfeld verlässt und das neue gestaltet. Bevor andere darüber bestimmen.“ Kontakt: barbara.hedtmann@frankfurt-evangelisch.de.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 6. Juni 2016 in der Rubrik Lebenslagen, erschienen in der Ausgabe .

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Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt".

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