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Von – 19. August 2016

Gesundes Essen sollte schon für die Kleinsten selbstverständlich sein

Sternekoch Stefan Marquard und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe warben in der Kita der Nicolaigemeinde im Ostend für das Projekt „Sterneküche macht Schule“.

Sternekoch Stefan Meretz und die Kita Nicolai. Foto: Angela Wolf

Mit bloßen Händen in die Vollen: Sternekoch Stefan Marquard und die Kinder in der Nicolai-Kita im Ostend hatten beim Kochen Riesen-Spaß. Foto: Angela Wolf

Bei der Frage, wer von den Kindern zuhause mitkocht, schnellen die Finger nach oben. Die Begeisterung steht den kleinen Köchinnen und Köchen in der Kindertagesstätte der Nicolaigemeinde Ostend ins Gesicht geschrieben. Rote Beete in die Küchenmaschine stopfen, geraspelte Zucchini durchmengen und mit gekonnten Griffen Kohlrabi schnippeln – genau so stellt sich Sternekoch Stefan Marquard „die neue Generation, die kochen kann“ vor.

Gemeinsam mit der Krankenkasse Knappschaft und ermöglicht durch das im vorigen Jahr verabschiedete Präventionsgesetz, setzt sich der gelernte Koch und Metzger bundesweit mit dem Projekt „Sterneküche macht Schule“ für eine gesunde, leckere und frische Verpflegung in Kitas und Mensas ein – und das ganz ohne Mehrkosten.

Prominenter Gast im Ostend: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Foto: Angela Wolf

Prominenter Gast im Ostend: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe serviert das Essen. Foto: Angela Wolf

Beim gestrigen Aktionstag im Ostend ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zu Gast. „Es macht Spaß, lecker und gesund zu essen“, sagt der Politiker, „Gesundheitsförderung muss dort beginnen, wo Kinder leben, spielen und lernen.“ Das Präventionsgesetz ermögliche es den Krankenkassen, sinnvolle Projekte wie das von Stefan Marquard ins Leben zu rufen, sagt Gröhe.

Hessischer Sozialminister Grüttner: Land Hessen ist Vorreiter

In der Umsetzung des Präventionsgesetzes ist das Bundesland Hessen mit einer Landesrahmenvereinbarung vorneweg. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner verweist auf diese Vorreiterstellung und darauf, dass gutes und gesundes Essen eine einkommensunabhängige Selbstverständlichkeit sein muss. Bettina am Orde, Geschäftsführerin der Krankenkasse Knappschaft, bedankt sich für die Wertschätzung der von ihrem Haus ins Leben gerufenen Aktion. „Uns als Krankenkasse liegt es besonders am Herzen, dass Kinder und Jugendliche gesund essen und Spaß daran haben.“

Mit einem Tischgebet beginnt das Mittagsmenü für die Nicolai-Kinder. Es gibt in Rote Beete gebettete Eier, Lachs mit Kräutern, wahlweise Kohlrabi-Apfel- oder Möhrensauce, Polenta oder Bulgur. Beim Anblick der Tafel betont Holger Kamlah, Prodekan der Evangelischen Kirche Frankfurt, dass es beim Essen auch um die Gemeinschaft gehe, um eine „Kulturtechnik“. Gemeinschaftliches Essen, auch in der Familie, sei ein wichtiger Bestandteil im Alltag eines Kindes.

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Auch viele Erwachsene freuen sich über das Projekt (v.l.n.r.): Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner, Bettina am Orde von der Krankenkasse Knappschaft, Kita-Leiterin Ruth Woody, Bundesgesundheitsminister Hermann Größe, Sternekoch Stefan Marquard, Gemeindepfarrer Wolfgang Löbermann und Prodekan Holger Kamlah. Foto: Angela Wolf

Genau wie Gemeindepfarrer Wolfgang Löbermann verleiht auch Ruth Woody, die Leiterin der Kindertagesstätte, dem Aktionstag Pilotcharakter. „Wir fangen nicht bei Null an, es ist uns aber wichtig, den heutigen Tag als Kick-Off zu sehen“ sagt sie. Schon vor einiger Zeit ist die Einrichtung vom Catering zum Selbstkochen übergegangen, die Ideen und Impulse von Starkoch Stefan Marquard sollen helfen, dass die 134 Kinder in der Nicolai-Kita bei Frühstück, Mittagessen und Vesper begeistert zu Gemüse und Obst greifen.

Auch andere sollen von den Erfahrungen profitieren. Insgesamt werden laut Prodekan Kamlah in Frankfurter evangelischen Einrichtungen 8600 Kinder betreut. Das Diakonische Werk beschäftigt für seinen Verbund von 140 Kindertageseinrichtungen eine Ernährungswissenschaftlerin, die bereits entsprechende Schulungen plant.

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Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 19. August 2016 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Angela Wolf studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Psychoanalyse in Frankfurt am Main, arbeitet als freie Autorin und ist ehrenamtlich aktiv.

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