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Von – 15. September 2016

Sehenswerte Glasfenster-Kunst: Streifzug durch die Frankfurter Kirchen

Alte Nikolaikirche (Römerberg)

Glasfenster von Lina von Schauroth, die nach 1932 bereits andere Glasfenster für die Kirche gestaltet hatte, die im Krieg aber zerstört worden waren. Nun entstanden die Fenster im Chor, während an der Süd- und Westseite ebenfalls Fenster von Schauroth eingebaut wurden, die sie bereits 1921 geschaffen hatte. Sie befanden sich ursprünglich in der Hauskapelle der von den Nazis vertriebenen jüdischen Familie von Weinberg in Niederrad.

Andreaskirche (Eschersheim)

Die Fenster sind als lichtdurchlässige Wände gestaltet, nicht als Fenster im üblichen Sinn. Ihre Konstruktion war damals, Ende der 1950er Jahre, neuartig. Entworfen von Hermann Göpfert drängen sie sich in einer von farbigem Licht durchflutenden, schwingenden Kurve zum Chorraum hin.

Cyriakuskirche (Rödelheim)

Fenster nach Vorlagen von Albrecht Dürer. Es wurde der Gemeinde zum Wiederaufbau der Kirche 1951 von Else Bauerfeld geb. Muth geschenkt und stammt aus dem Familienbesitz der Bankiersfamilie Muth. Die Signatur M. Soterleiste 1832 weist auf den Maler hin. Die Motive sin Kreuzabnehmung Christi und Heilung des Lahmen durch Petrus. Im Krieg wurde das Fenster nur leicht beschädigt.

Dornbuschkirche

Die Kirche enthält ein großes Chorfenster mit dem segnenden und gemeindeumfangenden Christuns von Hans Adam. Es wurde auch bei der grundlegenden Umgestaltung 2003-2005 erhalten.

Dreikönigskirche (Sachsenhäuser Ufer)

Die Kirchenfenster stammen von Charles Crodel. Die fünf Chorfenster stellen die Hauptstücke von Luthers Katechismus dar und sollen daran erinnern, dass die Gemeinde unter den Nationalsozialisten ihrem Bekenntnis treu geblieben ist. Die Fenster in den Seitenschiffen zeigen den Weg der Heiligen Drei Könige nach Bethlehem.

Emmauskirche (Alt-Eschersheim)

Das Fenster über dem Haupteingang zeigt den Erzengel Michael und wurde 1949 von Gisela Dreher-Richels gemalt und gestiftet. Andere Fenster zeigen Familienwappen alter Eschersheimer Familien, Luther und Melanchthon sowie die Emmausjünger bei ihrer Begegnung mit dem Auferstandenen.

Epiphaniaskirche  (Nordend)

Das farbenreiche Glasfenster im Chor schuf die Künstlerin Ilsedore Bezzenberger für den Wiederaufbau in den 1950er Jahren. Es zeigt in elf kleinen Spitzbogenfenstern, die noch aus der alten Kirche stammen, Geschehnisse der Epiphanie.

Festeburgkirche (Preungesheim)

Die Kirche wurde 1969 eingeweiht, ihre Fenster stammen von Johannes Schreiter. Sie zeigen kleine Figuren, die dicht gedrängt stehen und an eine Notenschrift erinnern.

Friedenskirche (Gallus)

Buntferglasung durch Hans Heinrich Adam nach den Themen Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Pfingsten. Im Treppenhaus befinden sich seit 1963 abstrakte Fenster, ebenfalls von Adam.

Heiliggeistkirche (Börneplatz)

Farbenprächtige Fenster von Hans Heinrich Adam geschaffen für den Wiederaufbau in Ende der 1950er Jahre.

Höchster Stadtkirche

Die Kirche entstand den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden und hat daher alte Bilder, aus dem Jahr 1908. Der Künstler der Chorbilder ist unbekannt, stand aber der Künstlergruppe der Nazarener nahe. Die Bilder zeigen von links nach Rechts die Aussendung der Jünger, die Weihnachtsgeschichte und die Bergpredigt. Die etwas jüngeren Seitenfenster hinter den Emporen zeigen die Reformatoren Luther, Melanchthon, Zwingli und Calvin

Jakobskirche (Bockenheim)

Die dominierenden Fenster von Charles Crodel aus den 1960er Jahren erzählen im Chor die Heilsgeschichte, die anderen stellen Jakobus den Älteren dar.

Katharinenkirche (Hauptwache)

17 hohe, dreibahnige Fenster mit Buntglasgestaltung von Charles Crodel. Die Fenster der Nordwand zeigen alttestamentliche Themen, die im Chorraum die Heilsgeschichte Jesu, die an der Südseite das Leben der Kirche in Gleichnissen Jesu.

Kreuzkirche (Preungesheim)

Die beiden Fenster der alten, historischen Kirche schuf Lina von Schauroth im Jahr 1939, sie zeigen Ernte/Abendmahl (links) und Geburt, Kreuzigung und Auferstehung Jesu (rechts). Im Zweiten Weltkrieg wurden die Fenster zerstört, konnten aber später originalgetreu wiederhergestellt werden. Das Fenster mit Lutherbild an der Westseite stammt von Otto Linnemann.

Lukaskirche (Sachsenhausen)

Die vier Glasmosaikfenster, die nach dem Wiederaufbau 1953 eingebaut wurden, stammen von dem Künstlerehepaar Gisele Dreher-Richesl und Gerhard Dreher. Sie erzählen die Geschichte vom verlorenen Sohn. Bedeutsam ist auch das so genannte Kalischer-Fenster in der Sakristei. Kalischer war Direktor der IG Farben, wurde als Jude 1934 zwangspensioniert und starb an den Folgen der Haft in Buchenwald. Unter strenger Geheimhaltung, aber unter Mitwirkung von Pfarrer Otto Haas wurde er auf dem Südfriedhof beerdigt. Aus Dankbarkeit schenkte die Ehefrau Marie Klaischer ihm ein neogotisches Fensterbild des Evangelisten Johannes.

Lutherkirche (Nordend)

Die Fenster – acht runde Farbfenster, ein Fensterband darüber sowie das Fenster der alten Turmrose – schuf Georg Meistermann. Die acht Rundfenster haben die Seligpreisungen zum Thema.

Marienkirche (Seckbach)

Zwei Glasfenster wurden von dem Ehepaar Gisela Dreher-Richels und Gerhard Dreher entworfen. Mehr auch hier.

Markuskirche (Bockenheim)

Die mosaikartigen Bunden Fenster des Chorraums hat Gisela Müller entworfen, das Fenster in der Kapelle stammt von Hans Heinrich Adam.

Martinuskirche (Schwanheim)

Die ursprünglichen Fenster sind im Krieg erstört wurden, die jetzigen wurden 1949 nach Entwürfen von Lina von Schauroth gestaltet. Sie Zeigen in der Mitte den auferstandenen Christus, um gegeben von den Evangelischten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Matthäuskirche (an der Messe)

Acht Buntglasfenster im Kirchenraum sowie sechs Fenster im Treppenaufgang, geschaffen von Georg Meistermann. In abstrakter Form handeln sie vom Verlangen nach Gott, der Verheißung des Schöpfers, der Erlösung durch Jesus Christus.

Melanchthonkirche (Fechenheim)

Bei der Renovierung 1961 erhielt die Kirche sechs neue Fenster, deren Entwurf und Ausführung das Pariser Atelier Pillods übernahm. Sie stellen den Einzug Jesu in Jerusalem und die Kreuzabnahme dar.

Neue Nicolaikirche (Ostend)

Fenster von Hans Heinrich Adam für den Wiederaufbau in den 1950er Jahren gesschaffen. Sie sind durchweg figürlich gestaltet und zeichnen neben den alttestamentlichen Gestalten von Mose und David Ausschnitte aus der Passions- und Heilsgeschichte. Das Altarfenster trägt den Titel „Morgenglanz der Ewigkeit“.

Sossenheimer Kirche

Der Entwurf der neuen Fenster im Altarraum stammen von Rudolf Koch, Offenbach, und der der südlichen Fenster von Rudolf Koch, Braunschweig. Sie stellen den Auferstanden und seine Gemeinde dar und erinnern an die Toten des weiten Weltkrieges.

Thomaskirche (Heddernheim)

Die einfachen Glasfenster der historischen Kirche wurden 1963 durch Buntfenster ersetzt, die der Kunstmaler Wolfgan Germroth entworfen hatte.

Wartburgkirche (Bornheim)

Eingeweiht 1962: Die farbintensives Altarfenster hat  Christian Oehler geschaffen.

Weißfrauen Diakoniekirche (Bahnhofsviertel)

Glasfenster und Mosaiken des Darmstädter Wandmalers Helmut Lander. Die auf den Altarraum bezogenen bildhaften Glasfenster erzählen die Heilsgeschichte von Karfreitag über Ostern und Himmelfahrt bis zum Jüngsten Tag.

Wichernkirche (Praunheim)

Der weitgehend schmucklose Kirchsaal enthält ein schmales, hohes Fenster, das Thomas Duttenhöfer beim Umbau 1995 gestaltet hat.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 15. September 2016 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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