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Von – 18. Oktober 2016

Reformationsjahr in Hessen: Das ist das Programm

500 Jahre Reformation: Ab dem 31. Oktober wird das Reformationsjahr mit zahlreichen regionalen und überregionalen Veranstaltungen gefeiert. Jetzt hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ihre Planungen vorgestellt.

Pfarrer Jeffrey Myers vom Projektbüro bei der Vorstellung des Programms der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Foto: Silke Kirch

Pfarrer Jeffrey Myers vom Projektbüro bei der Vorstellung des Programms der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Foto: Silke Kirch

Die Vervielfältigung des christlichen Glaubens ist nach Ansicht von Pfarrer Olaf Lewerenz diejenige Facette der Reformation, für die die Stadt Frankfurt steht: In keiner anderen Stadt in Deutschland gibt es so viele verschiedene Kulturen und christliche Religionsgemeinschaften,  sagte der Reformationsbeauftragte des Evangelischen Stadtdekanats im historischen Gebäude Bethmannhof, wo die hessische evangelische Kirche ihr Programm für das Reformationsjahr vorstellte. An dem Ort, wo heute die Bethmannbank steht, hat Martin Luther 1521 auf dem Weg zum Reichstag in Worms übernachtet.

In Frankfurt wird der Höhepunkt der Reformationsfeiern am Pfingstmontag sein: Dann wird ein Tisch für Frankfurter Bürger und Bürgerinnen unterschiedlichster Herkunft gedeckt sein, und zwar an einer langen Tafel, die von der Paulskirche über den Eisernen Steg bis zur Dreikönigkskirche reichen soll. Dort wird dann gemeinsam gespeist und die von Luther so geschätzte und gepflegte Kultur der Tischreden weitergeführt.

Am Reformationstag selbst, dem 31. Oktober 2017, wird es zunächst einen Reformationsgottesdienst in der Katharinenkirche an der Hauptwache geben und anschließend einen Festakt in der Paulskirche. Abends folgt dann eine musikalische Reformationsfeier der Katharinenkirche sowie ein Gottesdienst für Jugendliche in der Jugendkulturkirche Sankt Peter.

Pfarrer Jeffrey Myers vom Projektbüro Reformationsdekade in der EKHN wies darauf hin, dass außerdem zahlreiche Veranstaltungen in den unterschiedlichen Gemeinden stattfinden; diese werden im Internet über www.frankfurt-feiert-reformation.de gesammelt – noch ist das Programm aber nicht vollständig.

Über das ganze Jahr hindurch sind außerdem verschiedene Veranstaltungsreihen in den Innenstadtkirchen geplant. Martin Lücker bringt in der Katharinenkirche das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach zur Aufführung, in der Alten Nikolaikirche am Römerberg ist eine Reihe von Gottesdiensten dem Liedgut der Reformationszeit gewidmet. Eine Predigtreihe wird zudem unter dem Titel „500 Jahre Reformation und die Folgen für Frankfurt“ unterschiedlichste Gastprediger und -predigerinnen aus der Stadtgemeinde zu Wort kommen lassen.

Mit 12 neuen Thesen zur Reformation lädt die hessen-nassauische Kirche außerdem dazu ein, Gott und den eigenen Glauben neu zu entdecken. Denn das, so Kirchenpräsident Volker Jung, sei die zentrale Botschaft Martin Luthers. Es gehe darum, das, was Luther erlebt hat – Zweifel Glaubensfragen und auch Kritik – für sich selbst heute neu zu entdecken und zu formulieren.

Wer Zeit hat, der kann im näheren und ferneren Frankfurter Umland weitere Veranstaltungen besuchen: Vom Pilgerweg zwischen Wittenberg, Worms und der Wartburg über einen Reformationsball in Kronberg bis hin zur Weltausstellung Reformation in Wittenberg, wo die EKHN mit ihrer preisgekrönten Lichtkirche samt „Regensroboter“ vertreten sein wird.

Und wer es sich lieber auf dem Sofa gemütlich machen will, kann zwischen einem Luthercomic, einem Erzählvideo und nicht zuletzt der neu edierten Lutherbibel seinen Weg in das Reformationsjahr suchen.

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Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 18. Oktober 2016 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Dr. Silke Kirch studierte Germanistik, Kunstpädagogik und Psychologie in Frankfurt am Main und ist freie Autorin und Redakteurin.

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