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Von – 18. Februar 2017

Unter der Überschrift „Geschlechterkampf“ wärmt das Städel alte Klischees wieder auf

Das wäre eigentlich nicht nötig gewesen

Der angebliche „Kampf der Geschlechter“ ist in erster Linie eine Männerphantasie: Sobald Frauen sich nicht mehr ausnutzen und herumkommandieren lassen, verstehen das manche Männer leider als Affront. So wie etliche Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, die von der Frauenemanzipation offenbar regelrecht in Panik versetzt wurden. Das lässt sich noch bis Ende März im Städel besichtigen. Besonders gerne nahmen sie biblische Frauengestalten zur Vorlage: Eva mit dem Apfel, Delila, die den Samson seiner männlichen Kraft beraubt, Judith, die den Holofernes umbringt, Salome mit dem abgeschlagenen Kopf des Johannes. Alle mehr oder weniger nackt.

Zugegeben, im zweiten Teil zeigt die Ausstellung auch Werke von Künstlerinnen. Aber die Präsentation ist doch sehr unausgewogen. Letztlich nimmt die Ausstellung so selber einen männlichen Blick ein. Das kann auch die Bezugnahme auf feministische Diskurse im Eingangsbereich nicht wettmachen.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 18. Februar 2017 in der Rubrik Kultur, Meinungen, erschienen in der Ausgabe .

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Dr. Antje Schrupp ist geschäftsführende Redakteurin von Evangelisches Frankfurt. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin bloggt auch unter www.antjeschrupp.com.

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