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Von – 30. August 2017

Verurteilter Betrüger verspricht Wunderheilungen

Der ukrainische Wunderheiler Vladimir Muntyan macht derzeit auf der Zeil Werbung für seine Veranstaltung in der Offenbacher Stadthalle. Mit perfiden Heilsversprechungen werden so menschliche Notlagen ausgenutzt.

Die Frankfurter Zeil ist Tummelplatz für Werbung aller Art. Ob ein neuer Lauftreff, Massagesalon oder eine Tierschutzorganisation. Alle buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Und natürlich sind da auch allerlei Vertreterinnen und Vertreter missionarischer Religionsgemeinschaften, ob mit christlichen oder muslimischen oder anderen Vorzeichen.

Die Art, wie aber neulich ein Handzettel einer im Rollstuhl sitzenden Frau aufgedrängt wurde, hat etwas Unbarmherziges an sich. Offenbar getragen vom Impetus, dass auch ihr ein Besuch beim „Apostel Vladimir Muntyan“, der im September in die Stadthalle Offenbach kommt, Heilung bringen könne.

Dem Faltblatt ist zu entnehmen, dass nahezu jede Krankheit und Problemlage ein „Anzeichen eines Erbfluches“ sein soll. Da ist von „chronischen Krankheiten im Stammbaum“ oder auch von „generationenübergreifenden Phobien und Ängsten“ die Rede. Den Beweis liefert die Rückseite des Faltblattes. Da berichtet eine Frau, wie sie vom Krebs geheilt wurde.

Vladimir Muntyan wurde laut den „Ukraine Nachrichten“ früher bereits wegen Betrugs und Diebstahls verurteilt. Wie die Sekteninformation und Selbsthilfe Hessen (SINUS) erklärt, ist solches Gebaren von selbsternannten Aposteln in Russland und der Ukraine weit verbreitet und offenbar finanziell auch sehr lukrativ.

Es ist allerdings zu bezweifeln, dass sich der Heilige Geist ausgerechnet in den Dienst eines Predigers stellt und genau zu dieser Stunde in der Offenbacher Stadthalle wirken wird.

Es ist geradezu perfide, chronisch kranke Menschen mit solchen Heilsversprechen zu ködern und, falls doch keine Heilung eintritt, sie mit dem Hinweis zurückzulassen, dass dies an einer „Erbsünde“ läge. Es ist das genaue Gegenteil von christlich.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 30. August 2017 in der Rubrik Meinungen, erschienen in der Ausgabe .

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Kurt-Helmuth Eimuth ist Mitglied in der Redaktion von "Evangelisches Frankfurt". Mehr über den Publizisten und Erziehungswissenschaftler ist auf www.eimuth.de zu erfahren.

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Kommentare zu diesem Artikel

  • G. Mueller-Debus schrieb am 30. August 2017

    Ist ja nicht zu fassen, wer hier alles einreisen und sich dann auch noch oeffentlich artikulieren darf….und ausgerechnet aus der Ukraine, einem klassischen osteuropaeischen Stammland von Korruption und organisierter Bandenkriminalitaet !

    Durfte so einer jetzt hierher kommen, weil die EU die Visapflicht fuer ukrainische Staatsbuerger abgeschafft hat….? Wenn die Visaliberalitaet solche Folgen hat, dann muessen wir uns wohl diesbezueglich in Zukunft noch warm anziehen.

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