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Anne Frank-Tag 2018

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Evangelische Kirche macht mit bei der Initiative der Stadt und der Bildungsstätte Anne Frank

Erinnern an die berühmte Tagebuchschreiberin  |
Erinnern an die berühmte Tagebuchschreiberin | Quelle: Anne Frank Zentrum
Nach einem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr werden die Stadt Frankfurt und die Bildungsstätte Anne Frank gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern auch in diesem Jahr am Dienstag, 12. Juni, den Anne Frank-Tag mit einem vielfältigen und umfangreichen Veranstaltungsprogramm ausrichten. Die Evangelische Kirche Frankfurt am Main beteiligt sich an der Initiative. Gunter Volz, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung, der das evangelische Stadtdekanat im Fachbeirat des Tages vertritt, unterstreicht die Bedeutung der Gedenkkultur in Frankfurt am Geburtstag von Anne Frank. "Uns ist besonders wichtig, die Erinnerung an Anne Frank für Jugendliche wach zu halten. Deshalb freue ich mich, dass die Regionalstelle des Religionspädagogischen Instituts der EKHN und der EKKW in Frankfurt einen Workshop mit Schülerinnen und Schüler an diesem Tag anbietet mit dem Thema: Anne Frank – (k)eine Jugend in Frankfurt", sagt der Theologe.


Neben der erstmaligen Verleihung des Frankfurter Schulpreises sind unter anderem Schülerworkshops, geführte Touren durch Stadt und Synagoge sowie die Eröffnung der neuen Dauerausstellung der Bildungsstätte Anne Frank „Anne Frank. Morgen mehr“ für den Tag vorgesehen. Im Zentrum des Gedenkens steht dieses Mal die Jüdin Anne Frank. Das Motto des 12. Juni 2018 lautet: „Wir können niemals nur Niederländer oder nur Engländer oder was auch immer werden, wir müssen daneben immer Juden bleiben. Aber wir wollen es auch bleiben.“ (Anne Frank, 11.4.1944)

Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, der den Impuls zu der Veranstaltung gegeben hat, äußert:  „Die Etablierung des Anne Frank-Tags ist für mich und die Bildungsstätte Anne Frank ein ganz wichtiges Anliegen, um in Frankfurt, wo Anne Frank geboren wurde und ihre Vorfahren schon lange Zeit lebten, an die Geschichte von Judenhass, Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus zu erinnern, und sich außerdem mit aktuellen Fragen des Zusammenlebens in der Stadtgesellschaft auseinanderzusetzen“. Die aktive Aneignung von Geschichte könne dann gut gelingen, wenn sie mit den Lebensrealitäten der Menschen heute verknüpft werde.  Die Geschichte von Anne Frank biete einen einzigartigen Zugang, sich mit aktuellen Formen von Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Gedenken und Engagieren - diese Ziele sollen mit dem vielfältigen Programm des Tages umgesetzt werden, so Mendel.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte bei der Pressekonferenz zu den geplanten Veranstaltungen: „Der Anne Frank-Tag und sein Programm passen gut zu Frankfurt, weil der Tag die Vielfalt Frankfurts mit seinen unterschiedlichen Nationen widerspiegelt. Frankfurt nimmt dadurch das Schicksal einer seiner bekanntesten Töchter zum Anlass, um miteinander ins Gespräch zu kommen." Zu lernen sei aus dem Tagebuch der Aufruf: "Nie wieder Nazismus und Ausgrenzung, gemeinsam wachsam bleiben!“

Zu dem Fachbeirat, der den Tag vorbereitet hat, gehörten neben dem Dezernat für Integration und Bildung und der Bildungsstätte Anne Frank Vertreterinnen und Vertreter des Kulturdezernats, des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA), des Stadtschulamts, des Anne Frank Fonds, des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), des Frankfurter Jugendrings, des Fritz Bauer Instituts, der Jüdischen Gemeinde, des Jüdischen Museums, der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche und des Rats der Religionen.



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