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Auferstanden aus Ruinen

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Evangelische Kirche beteiligt sich mit Andacht und Gemeindehauspräsentation beim großen Fest der Neuen Altstadt.

Gut besucht: Die neuen Räumlichkeiten der Paulsgemeinde bei der Eröffnung der Neuen Altstadt  |  Foto: Rolf Oeser
Gut besucht: Die neuen Räumlichkeiten der Paulsgemeinde bei der Eröffnung der Neuen Altstadt | Foto: Rolf Oeser

Einen ersten Eindruck von dem neuen Gemeindehaus der evangelischen Sankt Paulsgemeinde und der Indonesischen Kristusgemeinde konnten die Besucherinnen und Besucher der Eröffnung der Neuen Altstadt an diesem Wochenende gewinnen. Im Haus „Klein Nürnberg“ werden die beiden Gemeinden 2019 Räume beziehen, auch die Pfarrerin der evangelischen Sankt Paulsgemeinde, Andrea Braunberger-Myers wird mit ihrem Mann Jeffrey Myers demnächst dort ihre neue Wohnung beziehen.

Bis zur Zerstörung des Hauses „Klein Nürnberg“ beheimatete das Gewölbe des Gebäudes die Apfelweinkneipe „Zum Kapellchen“. Ein Ausschank wird es nicht werden, aber ein geselliger Treffpunkt soll es schon sein, das neue Gemeindehaus. Konzerte, Lesungen und Cafétreffen sollen das „Kapellchen“ im neuen Jahr beleben und Menschen anziehen – auch Nicht-Gemeindeglieder. Christine Mährle, Mitglied des Kirchenvorstandes der Sankt Paulsgemeinde stellt in einem Video die neue Bleibe der Gemeinden vor, die ihre Gottesdienste in der evangelischen Alten Nikolaikirche auf dem Römerberg feiern.

Im Archiv der evangelischen Luthergemeinde im Nordend haben sich dieser Tage Fotos gefunden, die zeigen, wie das Quartier nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aussah. Inmitten der Ruinen der Paulskirche wurde damals Gemüse angebaut. Ein langer Weg bis hin zum Flanieren zwischen Weinbistro, Keramikverkauf, Juwelier und buntem Theatertreiben am vergangenen Wochenende.

Beschlossen wurde das Festwochenende am Sonntagabend mit einer ökumenischen Andacht auf dem Römerberg, der katholische Stadtdekan Johannes Eltz gestaltete sie zusammen mit dem evangelischen Stadtdekan Achim Knecht. „Wenn nicht der Herr das Haus baut….“ wählten sie als Titel. Stadtdekan zu Eltz machte sich anhand des Liebesgebots im Markusevangelium auf Spurensuche nach dem gelingenden Leben und nahm verschiedene Häuser in den Blick. Der evangelische Stadtdekan Knecht blickte gleichfalls in seinen Fürbitten in Vergangenheit und Gegenwart: „Friede ist leider nicht selbstverständlich. Möge die neue Altstadt im Schatten von Dom, Paulskirche und Römer ein Zeichen für den Frieden sein. Und eine Mahnung, sich für den Frieden einzusetzen und die Würde und das Recht aller Menschen zu respektieren.“

Der Evangelische Stadtdekan Dr. Achim Knecht (rechts) und der Katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz halten gemeinsam eine ökumenische Andacht auf dem Römerberg.  |  Foto: Rolf Oeser
Der Evangelische Stadtdekan Dr. Achim Knecht (rechts) und der Katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz halten gemeinsam eine ökumenische Andacht auf dem Römerberg. | Foto: Rolf Oeser

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