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Geschenke für Gefangene: Sach- und Geldspenden gesucht

Kein Glas, kein Verpackungsmaterial, keine Hygieneartikel, auch nicht etwa Bücher oder Bargeld: Wer Päckchen ins Gefängnis schicken möchte, muss viele Reglementierungen beachten. Trotzdem freuen sich viele Inhaftierte über Geschenke, vor allem an Weihnachten.

Foto: Freestocks.org/Unsplash.com
Foto: Freestocks.org/Unsplash.com

„Hier sitzen viele, die nichts haben“, sagt Pfarrerin Barbara Zöller, Seelsorgerin in der JVA IV in Preungesheim, dem geschlossenen, halboffenen und offenen Vollzug für Männer in Frankfurt. Erlaubt sind dort zum Beispiel Briefmarken, Kalender für das kommende Jahr, Zigarettentabak, löslicher Kaffee, etwas Zucker oder ungefüllte Schokolade.

Man kann Päckchen direkt direkt an Barbara Zöller adressieren (JVA IV, Obere Kreuzäcker Straße 8, 60435 Frankfurt). Wer nicht packen möchte, kann auch gerne für kleine Weihnachtsgeschenke spenden (Evangelische Seelsorge, JVA Frankfurt IV, Evangelische Bank, IBAN: DE17 5206 04100 0004 1038 66)

Statt Sachspenden freut sich auch Pfarrerin Lieselotte Jung von der JVA I Preungesheim, wo Menschen in Untersuchungshaft sitzen, über Geldspenden. Sie weiß genau, was die Gefangenen brauchen und packt selbst jedes Jahr 200 bis 250 Pakete für sie. Außerdem richtet sie im Untersuchungsgefängnis einen Adventskaffee mit Plätzchen und Kuchen aus. „Das ist hier sehr beliebt, denn nicht zuletzt dürfen Inhaftierte dafür aus der Zelle raus.“ Die Seelsorgerin führt dafür ein Spenden-Konto (Lieselotte Jung, Evangelische Bank, IBAN DE21 5206 0410 0004 0042 72).

In der Frauenhaftanstalt Frankfurt-Preungesheim III sind vor allem Wolle und Häkelnadeln sowie Reisekoffer und -taschen gefragt, letzteres für die Frauen, die entlassen und dann in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden. Diese Dinge können nach telefonischer Rücksprache mit Pfarrerin Karin Greifenstein an der Pforte der Frauenhaftanstalt, Obere Kreuzäcker Straße 4, 60435 Frankfurt, abgegeben werden (Telefon 069 13671384 oder 069 13671577).

Zu Weihnachten bekommt hier jede der rund 200 Inhaftierten ein Weihnachtspäckchen mit einigen Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Kalendern und Briefpapier. Diese Dinge dürfen die Seelsorgerinnen aber nur selbst einkaufen, Sachspenden sind nicht erlaubt. Umso mehr freuen sie sich über Geldspenden für die Weihnachtspäckchen-Aktion (Spendenkonto: Evangelischen Seelsorge bei der JVA für Frauen, FFM III. Frankfurter Sparkasse, IBAN: DE29 5005 0201 0000 4044 97)


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Autorin

Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt und Offenbach".

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