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Ikone der Frankfurter Kirchenmusik ist tot

Herbert Manfred Hoffmann starb am 24. August im Alter von 88 Jahren.

Herbert Manfred Hoffmann an seinem Instrument in der Frankfurter Heiliggeistkirche. Foto: Rolf Oeser
Herbert Manfred Hoffmann an seinem Instrument in der Frankfurter Heiliggeistkirche. Foto: Rolf Oeser

Der bekannte Frankfurter Kirchenmusiker Herbert Manfred Hoffmann ist am 24. August 2018 im Alter von 88 Jahren gestorben. Der 1930 im schlesischen Brieg geborene Organist war von 1951 bis 2013 als Kirchenmusiker in Frankfurt am Main tätig. Er war seit 1953 Kantor und Organist an der Emmauskirche im Stadtteil Eschersheim und seit 1978 Kirchenmusiker an der Heiliggeistkirche beim Evangelischen Regionalverband Frankfurt. Zu seinen Verdiensten zählt unter anderem die Gründung des Oratorienchors „Frankfurter Kantatenkreis“ im Jahr 1952, er initiierte 1966 die „Frankfurter Max-Reger-Tage“ und 1978 die „Frankfurter Orgeltage“. Als Organist war er international bekannt und gab Konzerte in Nordamerika, Frankreich, Italien, Ungarn, Slowakei, Österreich, Polen, Schweiz und Kroatien. Von seinem künstlerischen Schaffen zeugen zahlreiche Schallplatten- und CD-Einspielungen. 1979 übernahm Hoffmann zudem die Leitung des Kirchenmusikvereins Frankfurt am Main, der 1950 von Arnold Thrun gegründet wurde und zum Ziel hat, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zu einem kleinen Preis den Zugang zu den großen Werken der Musikgeschichte zu ermöglichen. Für seine Verdienste um die Kirchenmusik wurde Herbert Manfred Hoffmann im Jahr 2005 mit der Philipp-Jakob-Spener-Medaille der Evangelischen Kirche Frankfurt ausgezeichnet.

Der Trauergottesdienst findet am Samstag, 8. September 2018, um 15 Uhr in der Heiliggeistkirche im Dominikanerkloster, Dominikanergasse 5, in Frankfurt statt.


Verfasst von

Ralf Bräuer 3 Artikel

Ralf Bräuer ist Leiter der Redaktion von "Evangelisches Frankfurt" und der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche Frankfurt

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