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Mitsingen im interreligiösen Chor - neues Projekt startet jetzt

Im August startet das 12. Tehillim-Projekt des Interreligiösen Chores Frankfurt. Diesmal geht es um den Psalm 126 "Sein wie die Träumenden". Wer Interesse hat, kann noch mitsingen. 

Der Interreligiöse Chor Frankfurt verbindet Menschen unterschiedlichen Glaubens und setzt sich mit religiösen Inhalten auseinander  |  Foto: Ilona Surrey
Der Interreligiöse Chor Frankfurt verbindet Menschen unterschiedlichen Glaubens und setzt sich mit religiösen Inhalten auseinander | Foto: Ilona Surrey

Eine der Möglichkeiten, den wachsenden Problemen religiöser Intoleranz, Unwissenheit und Antisemitismus zu begegnen ist, dass sich Menschen verschiedener Religionen gemeinsam mit den Quellen und Wurzeln ihres Glaubens auseinandersetzen. Im Frankfurter Tehillim-Psalmen-Projekt geschieht dies nun bereits zum zwölften Mal – und wie immer steht dabei die Musik im Zentrum. Geleitet wird das Projekt wieder von Bettina Strübel, evangelische Kantorin und Daniel Kempin, jüdischer Kantor, Frankfurt am Main. Die Proben über mehrere Monate bieten vielfältige Gelegenheiten für Begegnungen und Gespräche, über die musikalischen Inhalte hinaus. Am Mittwoch, 8. August 2018, 19.30 Uhr, beginnen die Proben für das zwölfte Frankfurter Tehillim-Psalmen-Projekt, es besteht noch die Möglichkeit, sich anzumelden. Das erste Treffen findet statt im Gemeindehaus der Evangelischen Sankt Katharinengemeinde, Leerbachstraße 18, Nordend. 

Dieses Mal geht es bei dem Tehillim-Projekt um Psalm 126. „Sein wie die Träumenden“, lautet das Leitmotiv.  Der Psalm wird in der jüdischen Liturgie und Familie an jedem Schabbat und Feiertag als Einleitung des Tischgebets und nach dem Essen gesungen. Die Zeilen, die geprägt sind von der Erinnerung an die Befreiung und Rückkehr aus dem babylonischen Exil einerseits und der gleichzeitigen Bitte um eine erneute Wende des Geschicks, wird als Wochenpsalm für den Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt, im evangelischen Gottesdienst vor allem mit Blick auf seine Zukunftshoffnung verwandt.

Geprobt wird in der Regel mittwochs von 19.30 bis 22 Uhr, neben dem Gemeindehaus im Nordend sind das Gemeindehaus der Evangelischen Hoffnungsgemeinde, Hafenstraße 5, Innenstadt, und die Räume des Egalitären Minjan der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Freiherr-vom-Stein-Straße 30, Westend, Probenorte. Verschiedene Auftritte sind geplant, ein erster im September, am Sonntag, 16., beim Empfang der Räte der Religionen im Dominikanerkloster. Vorgestellt wird das Projektergebnis am Mittwoch, 21. November 2018, 19.30 Uhr, im Rahmen eines Konzertes im Dominikanerkloster, Kurt-Schumacher-Straße 23, Innenstadt. Tags darauf, am Donnerstag, 22. November 2018, findet in der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9, Innenstadt, ein Trialogisches Tehillim-Psalmen-Gespräch statt. Zu dem Vorhaben gehört auch die Uraufführung einer für den Chor neu komponierten Vertonung von Koranversen, die mit Psalm 126 korrespondieren.

Für Noten und ähnliches wird ein Teilnahmebeitrag von insgesamt 50 Euro erhoben.

Weitere Informationen und das gesamte Projektprogramm sind zu finden unter www.ircf-frankfurt.de
Kontakt. Bettina Strübel, Interreligiöser Chor Frankfurt e.V. (IRCF), Telefon 069 90555043, E-Mail info@ircf-frankfurt.de

Lesen Sie auch unseren Artikel über das filmische Portrait des Filmemachers Dieter Reifahrt über den Interreligiösen Chor Frankfurt: zum Artikel


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Bettina Behler 35 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt

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