Qualifizierungsmodule für Ehrenamtliche zu Flucht und Trauma

Ehrenamtlichen in der Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten möchten wir mit unseren kostenfreien Seminaren hilfreiches Wissen und Handwerkszeug mit an die Hand geben.

Der Großteil der nach Deutschland geflüchtetenMenschen ist durch verschiedene Erfahrungen vor, während und nach der Flucht psychisch stark belastet, viele von ihnen sind traumatisiert. Bei den Ehrenamtlichen, die sie beim Ankommen in Deutschland unterstützen, tauchen oftmals verunsichernde Fragen auf: Was ist ein Trauma? Wie erkenne ich es? Wie kann ich traumatisierten Geflüchteten helfen? Wann braucht es professionelle Hilfe? Wie funktioniert das Asylverfahren? Wie lange reichen meine Kräfte, um zu helfen?

Die Qualifizierungsmodule vermitteln Ehrenamtlichen, die mit psychisch belasteten und traumatisierten Geflüchteten arbeiten, hilfreiches Wissen und Handwerkszeug für ihr Engagement. Auf Ihren Erfahrungen basierend werden die Lerninhalte in Übungen veranschaulicht und Sie erhalten einen Überblick über bestehende Unterstützungs- und Behandlungsangebote.

Eine Anmeldung ist sowohl für die gesamte Reihe als auch für die einzelnen Module möglich.

Die Teilnahme ist kostenfrei.


MODUL 1

Trauma, Flucht und Methoden der Stabilisierung

Samstag, 16.6.2018 – 10:00 bis 17:00 Uhr, Frankfurt/Main (Innenstadt)
Es werden Kenntnisse über die Symptomatik und den Verlauf eines Traumas im Fluchtkontext sowie Hinweise zur Stabilisierung und Ressourcenförderung vermittelt. Diese werden in Übungen erfahrbar gemacht.
Referentin: Marie Rössel-Čunović, Diplom-Pädagogin, Supervisorin und Systemische Therapeutin mit dem Schwerpunkt Flucht und Trauma

Verbindliche Anmeldung bis 1.6.2018, kostenfrei

MODUL 2

Trauma, interkulturelle Kommunikation und Methoden der Selbstachtsamkeit

Samstag, 8.9.2018 – 10:00 bis 17:00 Uhr, Frankfurt/Main (Innenstadt)
Die Kommunikation mit stark belasteten oder traumatisierten Geflüchteten bringt viele Besonderheiten mit sich. Durch Inputs und Übungen stellen wir Ihnen die Grundlagen einer trauma- und kultursensiblen Kommunikation vor. Es werden zudem Methoden der Selbstachtsamkeit und -reflektion vorgestellt, um eigene Ressourcen zu stärken und Belastungsgrenzen im Blick zu behalten.
Referentin: Cornelia Spohn, Diplom-Pädagogin und Supervisorin mit dem Schwerpunkt interkulturelle Kommunikation

Verbindliche Anmeldung bis 24.8.2018, kostenfrei


MODUL 3

Trauma, Asylverfahren und (un)sicherer Aufenthalt

Samstag, 24.11.2018 – 10:00 bis 17:00 Uhr, Frankfurt/Main (Innenstadt)
Sie erhalten einen Einblick in die asyl-, aufenthalts- und sozialrechtlichen Bestimmungen. Insbesondere bei Traumatisierten kann eine unsichere Lebenssituation Symptome verstärken oder gar auslösen.
Referentin: Barbara Lueken, Asylberaterin, Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main

Verbindliche Anmeldung bis 9.11.2018, kostenfrei


KOMPAKTSEMINAR: 25.-26.8.2018


Über zwei Tage widmen wir uns dem Thema ‚Traumatisierungen bei Geflüchteten‘ und seinem strukturellen, politischen, juristischen und kulturellen Kontext.
In einem ersten Teil erlangen Sie Kenntnisse über die Symptomatik und den Verlauf eines Traumas im Fluchtkontext sowie Hinweise zur Stabilisierung ,Ressourcenförderung und Selbstachtsamkeit. Weiter erhalten Sie einen Überblick zum Asyl-, Ausländer- und Sozialrecht und deren Auswirkungen auf die Lebenssituation von traumatisierten Geflüchteten. Abschließend werden die Besonderheiten interkultureller Kommunikation beleuchtet. Auf Ihren Erfahrungen basierend werden die Lerninhalte in Übungen veranschaulicht und Sie erhalten einen Überblick über bestehende Unterstützungsund Behandlungsangebote.

Samstag, 25.8.2018 – 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Trauma, Flucht und Methoden der Stabilisierung und Selbstachtsamkeit
Referentin: Marie Rössel-Čunović, Diplom-Pädagogin, Supervisorin und Systemische Therapeutin mit dem Schwerpunkt Flucht und Trauma

Sonntag, 26.8.2018 – 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Trauma, Asylverfahren und (un)sicherer Aufenthalt
Referentin: Barbara Lueken, Asylberaterin, Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main

Interkulturelle Kommunikation
Referentin: Aylin Kortel, Bildungsreferentin, Bildungsstätte Anne Frank

Verbindliche Anmeldung bis 10.8.2018, kostenfrei

Die Zahl der Teilnehmenden ist jeweils auf 20 begrenzt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.


Informationen und Anmeldung unter:
Evangelisches Zentrum für Beratung und Therapie am Weißen Stein
Olof-Palme-Straße 17
60439 Frankfurt am Main
Olivia Reckmann (Koordinatorin)
069 – 5302 161
ehrenamt.flucht@frankfurt-evangelisch.de


Für Betreiber von Gemeinschaftsunterkünften stellen wir auf Anfrage gerne für Ihre Ehrenamtlichen eine Schulung zur traumasensiblen Arbeit mit Geflüchteten individuell zusammen und kommen in Ihre Einrichtung.
Gerne beantworten wir Fragen zu Methoden der Selbstachtsamkeit und -reflektion und vermitteln geschulte Supervisor*innen für Ehrenamtliche.


Der Verbund Psychosoziales Zentrum Rhein-Main Hilfe für Geflüchtete ist eine Kooperation von: Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main e. V., FATRA e. V., Sigmund-Freud-Institut, Frankfurter Psychoanalytisches Institut e. V. und Anna-Freud-Institut und wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.