Leben & Alltag

Raus aus der eigenen Bubble: Meet a Muslim!

Samstagsmorgens höre ich immer Radio, oft Deutsch­landfunk. Vor Kurzem er­zählten eine Muslimin und eine Christin, dass sie in Ber­lin die Initiative „Meet a mus­lim!“ gegründet haben.

Stephanie von Selchow
Stephanie von Selchow

"Meet a muslim!", das ist ei­ne Art Speed-Dating für Muslime und Christen. Am Ende soll aber keine Liebesbeziehung entste­hen, sondern im besten Fall ein gutes Gespräch und ein paar ab­gebaute Vorurteile. Jedes Paar hat acht Minuten Zeit, bis jeder Mus­lim oder Muslimin mal mit einem Nicht-Muslim oder einer Nicht­Muslimin gesprochen hat. Die Initiatorinnen erzählten, dass der Zuspruch groß ist und die Leute sich nicht nur über Religion un­terhalten, sondern auch über Alltägliches. Und am Schluss wür­den viele noch bleiben, um sich ohne Speed-Zeitdruck weiter zu unterhalten und Handynummern auszutauschen. Ich dachte mal wieder, es interessiert mich nicht, ob der Islam zu Deutsch­land gehört oder nicht. Muslime und Musliminnen leben hier. In ganz Deutschland sind es fünf bis sechs Prozent, in Frankfurt zehn. Es geht erst einmal darum, ihnen offen zu begegnen. Das ist nicht nur in Berlin, sondern auch in Frankfurt möglich. Zum Bei­spiel beim Iftar, dem öffentlichen Fastenbrechen ab Mitte Mai, in der Evangelischen Akademie, im Haus am Dom oder am Tag der offenen Moschee am 3. Oktober. Ich bin jedenfalls neugierig.


Autorin

Stephanie von Selchow ist Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt".

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